Gelungener Inselthriller
In „Düster“ von Ivar Leon Menger verschwindet eine junge Frau aus einem Grandhotel auf einer Nordseeinsel und wird wenig später grausam zugerichtet am Leuchtturm gefunden. Ex-Kommissar Stahl reist unter dem Vorwand eines Luxusurlaubs mit Geli an, doch statt Erholung erwarten ihn ein gefährlicher Auftrag und weitere Morde. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Auch ohne den Vorgängerband zu kennen, fand ich problemlos hinein. Die Figuren sind klar gezeichnet, authentisch und lebendig. Besonders Stahl war mir sympathisch und auch Geli brachte mich mit ihrer Art immer wieder zum Schmunzeln. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, wodurch die düstere Inselatmosphäre sehr gut zur Geltung kommt. Die kurzen Kapitel empfand ich als angenehm, da sie das Lesetempo erhöhen. Die Spannung bleibt durchgehend hoch und unerwartete Wendungen sorgen dafür, dass die Geschichte bis zum Schluss fesselnd bleibt. Insgesamt ist das Buch ein gelungener Thriller, der mich sehr gut unterhalten hat. Ivar Leon Menger werde ich mir auf jeden Fall merken.