Kein Nervenkitzel
Das rote, düstere Cover reizt zum Lesen. In der Geschichte soll Ex-Kommissar Stahl einem noch unerfahrenen Inselkommissar dabei helfen, eine brutale Mordserie an jungen Frauen aufzuklären. Der Autor legt dabei viele Spuren und präsentiert eine Reihe von Verdächtigen. Durch die kurzen Kapitel und die schnellen Perspektivwechsel wird spürbar versucht, hohes Tempo und Spannung aufzubauen. Trotz dieser handwerklichen Kniffe bleibt der Nervenkitzel für mich persönlich allerdings etwas hinter den Erwartungen zurück. Die Handlung ist in weiten Teilen recht leicht durchschaubar, selbst für Laien, die nur gelegentlich zu einem Krimi greifen. Dazu gesellen sich einige typische Klischees, sodass die Story im Gesamteindruck eher oberflächlich bleibt. Es ist am Ende eine nette Unterhaltung für zwischendurch, die sicher ihre Fans finden wird, aber nach dem starken Aufhänger hätte ich mir einfach mehr Tiefe und unvorhersehbare Wendungen erhofft.