Monster unterm Bett

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rafee Avatar

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Das auffällige rote Cover ist mir direkt ins Auge gesprungen und auch die ersten Seiten haben mich direkt gepackt.

Ex-Kommissar Stahl wird um Hilfe gebeten, nachdem im luxuriösen Grandhotel eine junge Frau nicht zur Arbeit erscheint. Ein Glücksgriff für ihn, so kann er die Wogen mit seiner Lebenspartnerin Geli glätten, die sich schon lange einen Urlaub mit ihm wünscht und langsam Druck macht. Aus dem gratis Inselurlaub werden jedoch schnell Mordermittlungen und er muss dem neuen und unerfahrenen Inselkommissar Böhm kräftig unter die Arme greifen.

Der Prolog, der auf 1965 datiert ist, hat es direkt in sich. Die kindliche Naivität, die mit dem Tod der Mutter endet und den Jungen in einen endlosen Albtraum zwingt, haben mir Tränen in die Augen getrieben. Die Haupthandlung spielt allerdings eher in den 80ern, was mir beim Lesen etwas befremdlich war, z.B. Telefonzellen. Ich denke Hans J. Stahl wird schon im vorigen Band ermittelt haben, er kam mir direkt sympathisch rüber, aber wie er seine Frau mit dem Urlaub täuscht, geht gar nicht. Auch die anderen vorgestellten Personen sind nicht nur positiv und verfolgen im privaten ihre eigenen Ziele. Man könnte sagen, auf einer Insel sind die Verdächtigen begrenzt, aber es können auch alle verdächtig wirken.
Da man öfter Rückblicke zu dem kleinen Jungen erhält, ist schnell klar, dass hier eine Verbindung sein muss. Ist der Knochenmann zurück? Oder hat er sich einen Schüler bzw. Nachfolger erwählt? Der Thriller punktet dennoch mit einer überraschenden Wendung und guten Verdachtsmomenten, mir war er aber zwischendurch auch etwas zu Cozy und ich hatte mir mehr Gänsehaut gewünscht nach dem packenden Prolog.