Nordsee, Albtraum und Abgründe
„Düster“ von Ivar Leon Menger ist ein packender, finsterer Thriller, der mit seiner Nordseeinseln-Atmosphäre sofort fesselt. Besonders spannend ist die ungewöhnliche Verknüpfung der Zeitebenen in den 60ern und Mitte der 80er, die dem Roman eine ganz eigene, bedrückende Wucht verleiht.
Auf einer Nordseeinsel verschwindet eine junge Frau aus dem Grandhotel, wenig später wird sie grausam zugerichtet am Leuchtturm gefunden. Ex-Kommissar Stahl, der sich eigentlich mit seiner neuen Partnerin Geli eine Auszeit im Odenwald erhofft, wird in einen Fall hineingezogen, der von Beginn an immer finsterer wird. Gemeinsam mit dem unerfahrenen Inselkommissar Böhm ermittelt er zwischen Hotel, Insel und einer wachsenden Zahl von Verdächtigen.
Besonders stark ist, wie Ivar Leon Menger die Stimmung stetig verdichtet: die abgeschiedene Insel, das Grandhotel und die Rückblicke in frühere Jahrzehnte erzeugen eine beklemmende, fast klaustrophobische Atmosphäre. Auch Stahl bleibt eine spannende Figur, weil er gewohnt analytisch und entschlossen auftritt und der Fall zugleich immer mehr persönliche wie psychologische Tiefe gewinnt. Die Geschichte lebt von dem Gefühl, dass hinter jeder Ecke noch etwas Dunkleres lauert.
Ein kleiner Kritikpunkt ist höchstens, dass die Handlung mit vielen Verdächtigen und steigender Härte sehr dicht wird und kaum Verschnaufpausen lässt. Gerade das passt aber zum Ton des Buches, das bewusst keine leichte Kost sein will. Wer sich auf diese Intensität einlässt, bekommt einen Thriller mit starkem Sog.
„Düster“ ist eine klare Empfehlung für alle, die atmosphärische Psychothriller mit Nordsee-Flair und finsteren Abgründen mögen. Ivar Leon Menger zieht die Spannung konsequent hoch und lässt den Fall immer unheilvoller werden.
Auf einer Nordseeinsel verschwindet eine junge Frau aus dem Grandhotel, wenig später wird sie grausam zugerichtet am Leuchtturm gefunden. Ex-Kommissar Stahl, der sich eigentlich mit seiner neuen Partnerin Geli eine Auszeit im Odenwald erhofft, wird in einen Fall hineingezogen, der von Beginn an immer finsterer wird. Gemeinsam mit dem unerfahrenen Inselkommissar Böhm ermittelt er zwischen Hotel, Insel und einer wachsenden Zahl von Verdächtigen.
Besonders stark ist, wie Ivar Leon Menger die Stimmung stetig verdichtet: die abgeschiedene Insel, das Grandhotel und die Rückblicke in frühere Jahrzehnte erzeugen eine beklemmende, fast klaustrophobische Atmosphäre. Auch Stahl bleibt eine spannende Figur, weil er gewohnt analytisch und entschlossen auftritt und der Fall zugleich immer mehr persönliche wie psychologische Tiefe gewinnt. Die Geschichte lebt von dem Gefühl, dass hinter jeder Ecke noch etwas Dunkleres lauert.
Ein kleiner Kritikpunkt ist höchstens, dass die Handlung mit vielen Verdächtigen und steigender Härte sehr dicht wird und kaum Verschnaufpausen lässt. Gerade das passt aber zum Ton des Buches, das bewusst keine leichte Kost sein will. Wer sich auf diese Intensität einlässt, bekommt einen Thriller mit starkem Sog.
„Düster“ ist eine klare Empfehlung für alle, die atmosphärische Psychothriller mit Nordsee-Flair und finsteren Abgründen mögen. Ivar Leon Menger zieht die Spannung konsequent hoch und lässt den Fall immer unheilvoller werden.