Richtig düster

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Buchrezension zu „Düster“ von Ivar Leon Menger

Düster hat mich von Anfang bis Ende gut unterhalten und vor allem durch seine spannende Handlung überzeugt. Die Geschichte entwickelt schnell einen Sog, sodass ich unbedingt wissen wollte, wie sich die Ereignisse weiterentwickeln. Besonders der Plottwist am Ende hat die Spannung bis zuletzt aufrechterhalten und der Geschichte noch einmal eine überraschende Wendung gegeben.

Etwas schwierig fand ich allerdings die Vielzahl der männlichen Charaktere, die für mich teilweise sehr ähnlich klangen und dadurch nicht immer leicht auseinanderzuhalten waren. Gerade wenn mehrere von ihnen im Zusammenhang mit den Taten eine Rolle spielten, musste ich mich manchmal erst wieder orientieren, wer eigentlich wer war.

Besonders ergreifend fand ich dagegen die Geschichte des kleinen Jungen. Zu verfolgen, unter welch erschütternden Umständen er aufgewachsen ist und wie diese Erfahrungen ihn geprägt haben, war für mich einer der stärksten Aspekte des Buches. Gleichzeitig ist es faszinierend und erschreckend, wie meisterlich er es versteht, sich nach außen hin gesellschaftskonform zu verhalten und dadurch vollkommen unauffällig zu bleiben. Dass er sich so gut tarnen und über lange Zeit unentdeckt agieren kann, verleiht der Geschichte eine zusätzliche beklemmende Ebene.

Insgesamt ist Düster für mich ein spannender Thriller mit einer düsteren und erschütternden Geschichte. Trotz der gelegentlichen Schwierigkeiten, die vielen ähnlichen Charaktere auseinanderzuhalten, hat mich das Buch durchgehend neugierig gehalten – und der überraschende Schluss hat dafür gesorgt, dass die Spannung bis zur letzten Seite bestehen blieb.