Schau nicht unter dein Bett

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europeantravelgirl Avatar

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„Liekenoog sollte in Leichenoog umbenannt werden.“
H.J Stahl

Nach der Ergreifung des Greifers könnte es sich der pensionierte Kommissar Hans J. Stahl eigentlich bei seiner Geli in Katzenbrunn gut gehen lassen. Doch die liegt ihm mit ihren Wünschen nach einem Urlaub in den Ohren. Wie passend, dass ihm just in diesem Moment ein privater Auftrag in einem Grandhotel auf der Nordseeinsel Liekenoog hereinschneit. So kriegt Geli ihren Luxusurlaub und Stahl kann entspannt ermitteln. Doch bald häufen sich grausame Todesfälle und Stahl muss erkennen, dass er es mit einem gefährlichen Gegner zu tun hat.

Zurück ins Jahr 1987 und wieder einmal trifft Ivar Leon Menger das Zeitgefühl perfekt. Die Story ist geschickt gespickt mit kleinen Anspielungen und Details, die uns die 1980er Jahre spüren lassen. Vor dieser Kulisse entfaltet sich ein clever konstruierter Kriminalfall. Erneut greift der Autor zum Stilmittel zahlreicher Perspektiven, was der Geschichte Tempo beschert und wahrlich keine Langeweile aufkommen lässt. Im Gegenteil steigert sich die Spannung kontinuierlich auf die allerbeste Weise, um sich zwischendurch in völlig unerwarteten Wendungen zu entladen. Ja, Ivar, da hast du mich drangekriegt! Dieses Mal habe ich nichts davon kommen sehen und habe mir die Fingernägel abgekaut vor Aufregung.

Dieser Thriller ist ein echter Pageturner mit viel Zeitgeist, einem irrsinig spannenden Fall mit kantigen Charakteren und einer absolut schlüssigen und überzeugenden Auflösung.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung und den dringenden Wunsch auf weitere Fälle mit Stahl und Geli – vielleicht sogar an der Côte d`Azur?

Finster, düster, bitte mehr!