Spannend bis zur letzten Seite

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knightlyart Avatar

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„Wir haben es hier, mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit, mit einem sehr gefährlichen Mörder zu tun, Frau Jensen. Einer Bestie, die ihre Tat eiskalt geplant hat«, erklärt Stahl.“ S. 109


Mit „Düster“ legt Ivar Leon Menger den zweiten Band um den ehemaligen Kommissar Stahl vor. Wer den ersten Teil „Finster“ nicht kennt, kann trotzdem problemlos einsteigen, denn die Geschichte funktioniert auch eigenständig.

Stahl reist auf die abgelegene Insel Liekenook, um einen rätselhaften Mord aufzuklären. Erzählt wird die Geschichte aus den Perspektiven verschiedener Figuren, wodurch man nach und nach immer mehr Puzzleteile erhält. Die Spannung bleibt dadurch konstant hoch und man rätselt bis zum Schluss mit, was auf der Insel wirklich vor sich geht.

Besonders gefallen haben mir die authentisch gezeichneten Charaktere und der leicht zugängliche Schreibstil. Das Buch liest sich sehr flüssig und entwickelt schnell einen Sog.

Ein Markenzeichen des Romans sind die extrem kurzen Kapitel, oft nur drei bis vier Seiten lang. Grundsätzlich mag ich kurze Kapitel in Thrillern, weil sie das Tempo erhöhen. Hier waren sie mir allerdings teilweise etwas zu kurz, da die vielen Cliffhanger den Lesefluss immer wieder unterbrechen.

Insgesamt ist „Düster“ ein spannender Thriller mit interessanter Atmosphäre und sympathischen Figuren. Kleine Abzüge gibt es für die sehr kurzen Kapitel, insgesamt hat mich das Buch aber gut unterhalten.