Tödliche Urlaubsinsel

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niggeldi Avatar

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Ex-Kommissar Stahl wird beauftragt, das Verschwinden einer Angestellten eines luxuriösen Grandhotels zu untersuchen. Seine Freundin Geli träumt schon immer davon, irgendwo gemeinsam einen schönen Urlaub zu zweit zu verbringen und so denkt Stahl sich, dass er beides gemeinsam schaffen kann und flunkert Geli an. Doch der Vermisstenfall entpuppt sich als brutaler Mord...

Das Cover gefällt mir gut, die rote Farbe zieht die Aufmerksamkeit auf sich und gemeinsam mit dem Schwarz sorgt sie passend zum Buchtitel für eine düstere Atmosphäre. Das wiederkehrende Motiv des Jungen sorgt für hohen Wiedererkennungswert der Reihe.

Der Erzählstil ist locker und angenehm, man fliegt nur so durch die Seiten. Die Geschichte wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt und spielt zum einen im Jahr 1987, zum anderen gibt es auch Passagen aus 1965 und danach. Somit bekommen wir einen umfassenden Einblick in die Geschehnisse und viele Details. Trotz der vielen Leute weiß man immer Bescheid, wo man gerade ist und es wird einfach nie langweilig. Außerdem ist es spannend, mal wieder in einen Thriller zu tauchen, der ohne moderne Ermittlungsarbeit auskommen muss. Stahl ist ein bisschen verschroben, aber er entwickelt sich kontinuierlich weiter und überdenkt seine Handlungen, vor allem in Bezug auf Geli. Die Nebenfiguren sind ebenfalls authentisch und mal mehr, mal weniger sympathisch. Der Fall ist fesselnd, die Leichen brutal zugerichtet und es macht Spaß, den manchmal falschen Fährten zu folgen und mitzurätseln. Unerwartete Wendungen runden das Ganze ab.

Die Fortsetzung von Finster finde ich gelungen, man kann sogar beide Teile unabhängig voneinander lesen, man versteht dennoch alles und kommt gut mit. Ich hoffe, es wird noch mehr von Herrn Stahl geben. 4 Sterne