Unerwartet und wendungsreich

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Die Geschichte spielt im Jahr 1987, in dem Ex-Kommissar Stahl von der Direktorin des Grand Hotels auf der Insel Liekenoog um Hilfe gebeten wird, da eine Mitarbeiterin verschwunden ist. Das trifft sich für ihn zu dieser Zeit sehr gut, da seine Lebensgefährtin Geli schon lange mit ihm einen Urlaub verbringen möchte und er sich bisher immer dagegen gesträubt hat. Doch aus der vermissten Hotelmitarbeiterin wird eine Tote und es werden noch weitere folgen. Im Wechsel zu dem Kriminalfall des Jahres 1987 wird die Geschichte des Jungen Bertie im Jahr 1965 und den folgenden Jahren erzählt.

Das Buch hat sehr kurze Kapitel und wird aus der Sicht vieler verschiedener Personen erzählt. Hierdurch lernt man die Inselbewohner, aber auch die Ermittlungsarbeit von Stahl und seinem Kollegen Kommissar Böhm, dem Inselpolizisten, kennen. Ich empfand die Kapitel oft als zu kurz, da sie manchmal nur drei Seiten lang waren. Andererseits haben die kurzen Kapitel auch eine Dynamik in die die Geschichte gebracht, da sie hierdurch sehr abwechslungsreich wurde.

Der Autor erzeugt durch Berties Geschichte und der brutalen Morde auf der Insel von Beginn an einen kontinuierlich steigenden Spannungsbogen. Es gibt viele Verdächtige und undurchsichtige Personen. Auch dadurch, da man nicht weiß, ob Bertie einer der Personen auf der Insel ist. Dazu kommt eine sehr wendungsreiche Geschichte. Sehr gut hat mir auch in diesem Buch gefallen, dass die Geschichte im Jahr 1987 spielt. Einer Zeit, in der man Walkmans hatte, der Anrufbeantworter eine Neuheit war und der Kommissar sich Informationen über das Telefon und Fax besorgen musste. Es hat ein sehr schönes Retro-Feeling vermittelt.

Fazit: Ein spannender und wendungsreicher Krimi mit tollen Protagonisten und undurchsichtigen Nebencharakteren.