Wenn der Urlaub zum düsteren Albtraum wird...

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hexenbücherei Avatar

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Eigentlich freust dich auf einen richtig tollen Paarurlaub in einem Grandhotel auf der abgelegenen Insel Liekenoog und landest stattdessen mitten in einem absoluten Albtraum. Ex-Kommissar Hans J. Stahl wollte seiner Freundin Geli eigentlich nur eine romantische Auszeit schenken, doch die Erholung ist schlagartig vorbei, als eine junge Frau spurlos verschwindet. Kurze Zeit später wird ihre grausam entstellte Leiche am Leuchtturm entdeckt und auf einmal wird das idyllische Eiland zum Revier eines skrupellosen Täters. Zusammen mit dem noch ziemlich unerfahrenen Inselkommissar muss Stahl ermitteln, während die Liste der Verdächtigen im Hotel immer länger wird.

Ich habe diesen Band so unglaublich gerne gelesen, weil das Retro-Feeling aus den Achtzigern einfach perfekt eingefangen ist. Ganz ohne Smartphones oder Social Media wirkt die Ermittlung noch richtig ehrlich und durch die raue Inselkulisse entsteht eine so beklemmende Atmosphäre, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die kurzen Kapitel und die ständigen Perspektivwechsel sorgen für eine Dynamik, die einen regelrecht durch die Seiten fliegen lässt. Hans J. Stahl ist mir mit seiner leicht kantígen, aber herzlichen Art wahnsinnig schon im ersten Band ans Herz gewachsen und die Dynamik mit dem jungen Inselpolizisten hat einfach riesigen Spaß gemacht. Was mich aber am meisten begeistert hat, waren die genialen Wendungen. Ivar Leon Menger führt einen so geschickt an der Nase herum, dass man permanent neue Theorien aufstellt und am Ende trotzdem mit offenem Mund da sitzt, weil der finale Twist einen völlig unvorbereitet trifft.

Ganz ehrlich, richtige Kritikpunkte habe ich eigentlich gar nicht, denn das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt.

Für mich ist dieser Teil ein absolutes Jahreshighlight und ein definitiver Must-Read für alle, die atmosphärische Thriller mit starker Psychologie, viel Dynamik und unvorhersehbaren Twists lieben. Man muss den ersten Band Finster übrigens nicht zwingend gelesen haben, um hier sofort mitzufiebern, aber ich lege es wirklich jedem ans Herz, gleich beide Bücher zu verschlingen, denn gute Bücher kann man schließlich nie genug haben.