Anstrengend

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habbo Avatar

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Es beginnt mit einem Mord in einem Restaurant. Geht weiter mit einem merkwürdigen Einsatz in der Türkei, bei dem Maja Birk einen Mittelsmann, der von einem Informanten wichtige Informationen erhalten hat, ausschleusen soll. Das geht gründlich schief. Daheim in Dänemark macht sich inzwischen Kollege Daniel Hartmann Gedanken über eine Delegation aus China, die sich mit wichtigen Politikern aus Dänemark und Grönland treffen will. Einer der chinesischen Teilnehmer scheint unter falscher Identität einreisen zu wollen. Zu welchem Zweck will Daniel unbedingt herausfinden. Dazu braucht er Maja, die sich aber von dem gescheiterten Auftrag in der Türkei von ihren Verletzungen erholen soll. Zu dieser Konstellation kommt, dass beide, Maja wie Daniel, mit den Problemen in ihrer Ehe zu kämpfen haben, denn die Partner sind, so ist dies in Geheimdienstkreisen, komplett aus dem Berufsleben der beiden ausgeschlossen, was naturgemäß zu Spannungen, wenn nicht gar Zerrüttungen führt. Die Geschichte ist schon spannend und auch temporeich erzählt. Es ist nur schwer nachzuvollziehen, welche merkwürdigen Gedankengänge in Geheimdienstkreisen so zum Tragen kommen, mit welcher Kaltschnäuzigkeit die Menschen in diesem Umfeld ausgenutzt und ausgelutscht weggeschmissen werden. So jedenfalls der Eindruck. Auch die Ränkeschmiede im Hintergrund sind nur schwer durchschau- und noch weniger ertragbar. Nun, es ist ein Buch, mithin Fiktion. Allerdings ist glaubhaft, dass es im wirklichen Geheimdienstleben tatsächlich auch so zugeht. Zum Ende hin ist eigentlich nicht ersichtlich, wohin dies alles hatte führen sollen. Nun etwas ist verhindert worden. Das schon. Aber wie der Mord am Anfang und der Einsatz in der Türkei hier hineinpassen, ist nicht ersichtlich.