Verwirrende Spionagestory

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sirisonne Avatar

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Maja Birk, eine junge Agentin aus Dänemark, die sich nach einem Einsatz in der Türkei erholen soll, wird von Daniel Hartmann, Geheimdienst-Kollege, zu einer Überprüfung einer chinesischen Delegation dazu geholt. Der Bezug zur realen Weltsituation wir hier aufgegriffen, denn nicht nur Amerika hat ein Auge auf Grönland geworfen, sondern auch China und Russland. Hier wird also ein sehr aktuelles Thema aufgegriffen. Für mich waren die Handlungen nicht immer schlüssig und manchmal sehr verwirrend.

Der Thriller Dunkelmann von Lars Findsen beginnt vielversprechend und spannend, lässt aber nach Kurzem nach und verliert an Dynamik. Es gibt zunächst einen starken Fokus auf Atmosphäre und Figurenaufbau. Dies ist auch nötig, da Zusammenhänge und Personenbeschreibungen für ein Verständnis der Geschichte und mögliche nächste Folgen gebraucht werden. Es wirkt aber stellenweise zäh und so lässt die erwartete Spannung lange auf sich warten.

Erst im letzten Drittel nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf. Hier gelingt es dem Autor, die zuvor gelegten Spuren zusammenzuführen und eine packende, teilweise überraschende Wendung nach der anderen zu präsentieren. In diesen finalen Kapiteln entsteht endlich die Spannung, die ich mir schon früher im Buch gewünscht hätte.

Insgesamt hinterlässt der Roman bei mir einen gemischten Eindruck: Anfang und Ende haben mich durchaus gefesselt und ich fand die Situationen wirklich spannend geschrieben, dennoch hätte eine interessantere Erzählweise im Mittelteil dem Buch gutgetan, um das Spannungsniveau durchgehend zu halten. Vielleicht ist die nächste Folge durchgehend spannender, da auf langen Figurenaufbau verzichtet werden kann.