Wie ein Tatsachenbericht, nur unterhaltsamer
Geheimdienstarbeit besteht nicht nur aus spektakulären Aktionen à la James Bond oder Jack Ryan, sondern zum größten Teil aus Recherchen, Auswertungen und Beobachtung. Und Menschen, die beim Nachrichtendienst arbeiten, haben auch ein Privatleben, Gefühle, Probleme. Diese Hintergründe, die in reißerischen Spionageromanen oft zu kurz kommen, werden von Weinreich und Findson in „Dunkelmann“ ausführlich beleuchtet. Trotzdem kommt dabei die hochaktuelle spannende Story nicht zu kurz. Genau wie das Seelenleben der beiden Akteure Birk und Hartmann werden die Einsätze der beiden präzise beschrieben, einschließlich der Ängste und Befürchtungen, die die Geheimdienstler dabei haben. Man merkt in jedem der kurzen und überschaubaren Kapitel – und davon gibt es 105 -, dass der Roman von Profis geschrieben wurde, die wissen, worüber sie schreiben.