Sehr gruseliger Tagebuchroman

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melb2508 Avatar

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Henri Auerbach ist 12 Jahre alt, besitzt den süßen Pudel Jowo und stößt mit dessen Hilfe auf eine Kiste im Keller, in der Manuskripte und Experimentiergeräte liegen, die seinen Vorfahren gehört haben. Der letzte Benutzer war sein geliebter Opa, der leider im letzten Jahr gestorben ist. Gemeinsam mit seinen beiden Freunden Charlotte und Sahin macht sich Henri auf den Weg in die Alchemie. Und im ersten Band der Reihe stoßen sie - und damit die jungen Lesenden - auf Irrwichte und den Teufel selbst!
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist im Tagebuch Stil geschrieben und schnell und auch für ungeübte Leser gut lesbar. Einzig die geheimen und alten Schriften sind etwas schwierig zu entziffern. Aufgelockert wird der sowieso schon gut lesbare Stil noch durch verschiedene sehr liebevoll gemachte Illustrationen. So sehen wir Zeichnungen, "eingeklebte" Dinge wie z.B. Zweige, Hundehaare, Wäschereste, aber auch an Fotos erinnernde Bilder.
Die Illustrationen sind genauso gut gemacht wie der sehr spannende Text.
Erfindungen wie Homie, ein mit KI gesteuerter Homunkulus, der im Gurkenwasser leben muss, sorgen für Wiedererkennungsfreude bei den Folgebänden, da bin ich sicher.
Eine Geschichte, die ich gerne an etwas geübtere Erstlesende (so ab etwas Ende 2./Anfang 3. Klasse) empfehle, die keine Angst vor gruseligen Themen und Bildern haben. Und als Mutter liebe ich die kleinen Anspielungen auf literarische Themen (wie hier Faust und Goethe) und die vielen anderen kleinen Dinge, die man beim Lesen einfach so aufnimmt und "lernt".