Düstere Spannung!
Schon das Cover verspricht düstere Spannung und genau dieses Gefühl trägt der Roman von der ersten Seite an. Karin Slaughter erzählt in einem klaren, direkten Stil, der schnell Nähe zu den Figuren schafft und zugleich unerbittlich vorantreibt. Besonders Deputy Emmy wirkt verletzlich und stark zugleich, was die Geschichte emotional auflädt. Die Kleinstadtatmosphäre ist dicht und beklemmend, man spürt förmlich, wie Misstrauen und alte Geheimnisse unter der Oberfläche brodeln. Mit jedem Kapitel wächst das Unbehagen, weil immer deutlicher wird, dass hier niemand nur Opfer oder nur Täter ist. Die Handlung ist spannend, aber nie reißerisch, vielmehr psychologisch intensiv und konsequent erzählt. „Dunkle Sühne“ ist ein Thriller, der nicht nur auf die Auflösung zielt, sondern auf die Frage, wie weit Menschen gehen, um Schuld zu verdrängen – und was es kostet, sich der Wahrheit zu stellen.