Per aspera...
Wow! Arkadia, eine starke Persönlichkeit, widerborstig, hochmusikalisch, intelligent und realitätsverleugnend, und das mit gerade mal 13 Jahren. So faszinierend und ungewöhnlich wie der Stil ist auch das Cover - ein (Buch)Fink auf der Schulter eines Mädchens, von deren Kopf man nur das Ohr sieht!?
Das Buch spielt im Jahr 1992 irgendwo in der Bayerischen Provinz. Vermutlich verarbeitet Christopher Kloeble hier seine Erfahrung als Sänger eines Knabenchors in den 1980er und 1990er Jahren (laut Wikipedia war er im Bad Tölzer Knabenchor) - der Klassismus, die alltägliche Misogynie, nicht nur im Chor - werden leicht ironisch kommentiert durch seine verstörte, ungewöhnliche, hochbegabte Protagonistin.
Der Stil ist poetisch und voller Anspielungen. Mir war Arkadia sympathisch, und ihr Aktionismus weckte mein Mitgefühl und natürlich Neugier, was wohl geschehen sein mag. Die "Auflösung" fand ich zwar übertrieben - zu sehr, als es zum Stil des Buches noch gepasst hätte - aber insgesamt empfehle ich das Buch allen, die selbst in dieser Zeit in Bayern aufgewachsen sind und/oder kluge Texte mögen.
Das Buch spielt im Jahr 1992 irgendwo in der Bayerischen Provinz. Vermutlich verarbeitet Christopher Kloeble hier seine Erfahrung als Sänger eines Knabenchors in den 1980er und 1990er Jahren (laut Wikipedia war er im Bad Tölzer Knabenchor) - der Klassismus, die alltägliche Misogynie, nicht nur im Chor - werden leicht ironisch kommentiert durch seine verstörte, ungewöhnliche, hochbegabte Protagonistin.
Der Stil ist poetisch und voller Anspielungen. Mir war Arkadia sympathisch, und ihr Aktionismus weckte mein Mitgefühl und natürlich Neugier, was wohl geschehen sein mag. Die "Auflösung" fand ich zwar übertrieben - zu sehr, als es zum Stil des Buches noch gepasst hätte - aber insgesamt empfehle ich das Buch allen, die selbst in dieser Zeit in Bayern aufgewachsen sind und/oder kluge Texte mögen.