grundsätzlich spannend aber die Umsetzung des Themas nicht so ganz meins

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lu-licht Avatar

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Das Sachbuch "Ein Date mit deinem Gehirn" von Dr. Damir Del Monte hat ein wunderschönes Cover was mich sehr angesprochen hat, es liegt edel in der Hand und hat eine gute Schriftgrösse etc.. Was mich am Design gestört hat ist, dass der Fließtext im Buch leider immer wieder von "besonderen" Sätzen unterbrochen wird, die dann sehr groß abgedruckt sind. Diese Sätze kommen auch im Text vor und sie tun nichts neues hinzu, sind quasi nur eine hervorgehobene Dopllung. Zudem finde ich es sehr ungeschickt, dass sie nicht wenigstens zwischen Absätzen platziert sind sondern oft mitten im Text, das störte mich im Lesefluss immer wieder.

Nun zum Inhalt des Buches. Der Autor beginnt mit der Evolutionsgeschichte des Menschens und des Gehirns, was wie ich finde ein guter Einstieg in das Thema ist. Leider hat mir der Schreibstil nicht so zugesagt, er schreibt sehr blumig, aufbauschend, zitiert mehrmals hartmut rosa und schreibt ähnlich extravagant wie dieser (wer es mag, es ist einfach nicht das womit ich so viel anfangen kann.) Leider ist dementsprechend auch nicht so viel hängen geblieben bei mir, da die blumigen Ausführungen mehr wie versuche wirken, es greifbarer zu machen, aber es teilweise in noch abstrahierendere Weite rücken.
Mir hat zudem leider auch der Rote Faden im Buch gefehlt... ein bisschen bleibt in mir die Frage "was jetzt? und warum habe ich das jetzt gelesen?"

Trotzdem habe ich im Buch auch die ein oder andere Stelle gefunden, die wirklich interessant und aufschlussreich war und zum Nachdenken angeregt hat. Es ist schön dass der Autor empirische Informationen in dem Buch verpackt, und man merkt auch, dass er über wirklich viel Wissen und kompetenz verfügt.

Ich denke aus meiner Rezension geht hervor, dass ich nicht der größte Fan dieses Buches geworden bin. Dennoch kann es ein Interessantes Werk sein für Menschen die gerne mehr über das Gehirn als organ lernen wollen, sich vielleicht noch nie mit dem Thema auseinandergesetzt haben und diese etwas "gehobenere" /blumig aber akademische Ausdrucksweise mögen.