Gute Einführung in die Thematik
„...Das menschliche Gehirn ist Bühne und Regisseur zugleich, ein sich selbst organisierendes Wunderwerk…“
Und genau mit diesem Gehirn beschäftigt sich der Autor. Dem Thema geschuldet, ist der Schriftstil meist sachlich. Er ist gut verständlich und legt komplexe Sachverhalte allgemeinverständlich dar. Ein gewisses Maß an naturwissenschaftlicher Bildung sollte aber vorhanden sein. Ab und an blitzt ein feiner Humor in der Geschichte auf, wie das folgende Zitat belegt.
„...Oder, um es mit einer Lebensregel aus der afrikanischen Steppe auf den Punkt zu bringen: Sie müssen nicht schneller rennen als der Löwe. Sie müssen nur schneller rennen als derjenige neben Ihnen…“
Damit wären wir auch gleich beim ersten Thema. Hier geht es um die Evolution. Der Autor bringt es auf den Punkt. Ausschlaggebend sind die Fortpflanzung, Flexibilität und Anpassung. Dass gilt auch für die Entwicklung des menschlichen Gehirns. Mir gefällt, wie gekonnt der Autor mit gängigen Vergleichen arbeitet. Früher musste man bei hochwertiger und fettiger Nahrung zugreifen.
„...Man weiß ja nie, wann die nächste Mahlzeit kommt! Diese Strategie war einst überlebenswichtig. Heute bedeutet sie, dass die Familienpackung Schokolade keine zwei Folgen unsere Lieblingsserie überlebt…“
Bevor der Autor genauer auf die Funktion und den Aufbau des Gehirns eingeht, weist er auf ein gravierendes Problem unserer Zeit hin. Die Entwicklung in Wissenschaft und Technik schreitet gerade in exponentieller Weise voran.
„...Unser biologisches System ist nicht dysfunktional. Es ist einfach überfordert von einer Lebenswirklichkeit, deren Takt schneller schlägt, als unsere genetischen und neuronalen Systeme mithalten können….“
Die Evolution ist kein Schnellzug. Sie braucht Zeit Auf alle Aspekte im Buch einzugehen, würde den Rahmen dieser Rezension sprengen. Eines der interessantesten Kapitel für mich war das Thema Bewusstsein. Hier weist der Autor darauf hin, dass es noch offene Fragen gibt.
Das Buch besticht durch seine Vielfalt. Ich lerne nicht nur den Aufbau des Gehirns kennen, sondern erfahre auch, welcher Teil sich wann wie entwickelt. Wahrnehmung, das eigene Ich, Motivation und Persönlichkeit werden an Gehirnfunktionen festgemacht. Alltägliche Tatsachen dienen der humorvollen Auflockerung. Nehmen wir zum Beispiel das Thema Alkohol:
„...Alkohol ist ein charmanter Hochstapler auf einer Party, angenehm und unterhaltsam. Aber man sollte ihn rechtzeitig stoppen. Sonst fehlt irgendwann das Silberbesteck…“
Ein zweites Thema durchzieht wie ein roter Faden das Buch. Welche grundlegenden Unterschiede gibt es zwischen dem menschlichen Gehirn und der KI? Dabei geht es auch darum, wie sich Lernen und Gedächtnis in heutiger Zeit verändern.
„...Wir erinnern uns nicht mehr an Inhalte, sondern nur noch daran, wo wir sie finden können…“
Das hat Folgen für die Komplexität des Gehirns. Was nicht trainiert wird, verkümmert. Wissensinhalte müssen zusammengeführt und kombiniert werden. Nur das sorgt für Kreativität. Das Kapitel Lernen und Kreativität gehört eigentlich in jedes Lehramtsstudium.
„...Speichern im Kopf ist kein nostalgischer Bildungsfetisch, es ist die Grundlage jedes eigenständigen Denkens…“
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es vermittelt nicht nur Wissen, sondern zeigt auf, was wir tun müssen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.
Und genau mit diesem Gehirn beschäftigt sich der Autor. Dem Thema geschuldet, ist der Schriftstil meist sachlich. Er ist gut verständlich und legt komplexe Sachverhalte allgemeinverständlich dar. Ein gewisses Maß an naturwissenschaftlicher Bildung sollte aber vorhanden sein. Ab und an blitzt ein feiner Humor in der Geschichte auf, wie das folgende Zitat belegt.
„...Oder, um es mit einer Lebensregel aus der afrikanischen Steppe auf den Punkt zu bringen: Sie müssen nicht schneller rennen als der Löwe. Sie müssen nur schneller rennen als derjenige neben Ihnen…“
Damit wären wir auch gleich beim ersten Thema. Hier geht es um die Evolution. Der Autor bringt es auf den Punkt. Ausschlaggebend sind die Fortpflanzung, Flexibilität und Anpassung. Dass gilt auch für die Entwicklung des menschlichen Gehirns. Mir gefällt, wie gekonnt der Autor mit gängigen Vergleichen arbeitet. Früher musste man bei hochwertiger und fettiger Nahrung zugreifen.
„...Man weiß ja nie, wann die nächste Mahlzeit kommt! Diese Strategie war einst überlebenswichtig. Heute bedeutet sie, dass die Familienpackung Schokolade keine zwei Folgen unsere Lieblingsserie überlebt…“
Bevor der Autor genauer auf die Funktion und den Aufbau des Gehirns eingeht, weist er auf ein gravierendes Problem unserer Zeit hin. Die Entwicklung in Wissenschaft und Technik schreitet gerade in exponentieller Weise voran.
„...Unser biologisches System ist nicht dysfunktional. Es ist einfach überfordert von einer Lebenswirklichkeit, deren Takt schneller schlägt, als unsere genetischen und neuronalen Systeme mithalten können….“
Die Evolution ist kein Schnellzug. Sie braucht Zeit Auf alle Aspekte im Buch einzugehen, würde den Rahmen dieser Rezension sprengen. Eines der interessantesten Kapitel für mich war das Thema Bewusstsein. Hier weist der Autor darauf hin, dass es noch offene Fragen gibt.
Das Buch besticht durch seine Vielfalt. Ich lerne nicht nur den Aufbau des Gehirns kennen, sondern erfahre auch, welcher Teil sich wann wie entwickelt. Wahrnehmung, das eigene Ich, Motivation und Persönlichkeit werden an Gehirnfunktionen festgemacht. Alltägliche Tatsachen dienen der humorvollen Auflockerung. Nehmen wir zum Beispiel das Thema Alkohol:
„...Alkohol ist ein charmanter Hochstapler auf einer Party, angenehm und unterhaltsam. Aber man sollte ihn rechtzeitig stoppen. Sonst fehlt irgendwann das Silberbesteck…“
Ein zweites Thema durchzieht wie ein roter Faden das Buch. Welche grundlegenden Unterschiede gibt es zwischen dem menschlichen Gehirn und der KI? Dabei geht es auch darum, wie sich Lernen und Gedächtnis in heutiger Zeit verändern.
„...Wir erinnern uns nicht mehr an Inhalte, sondern nur noch daran, wo wir sie finden können…“
Das hat Folgen für die Komplexität des Gehirns. Was nicht trainiert wird, verkümmert. Wissensinhalte müssen zusammengeführt und kombiniert werden. Nur das sorgt für Kreativität. Das Kapitel Lernen und Kreativität gehört eigentlich in jedes Lehramtsstudium.
„...Speichern im Kopf ist kein nostalgischer Bildungsfetisch, es ist die Grundlage jedes eigenständigen Denkens…“
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es vermittelt nicht nur Wissen, sondern zeigt auf, was wir tun müssen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.