Berührend, aber mit einigen Längen

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kidcat283 Avatar

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Ich bin mit gemischten Gefühlen aus dieser Geschichte herausgegangen. Die Leseprobe hatte mich direkt neugierig gemacht, vor allem wegen Pennington und dem Hund aus dem Tierheim. Ich hatte dadurch mit einer sehr emotionalen Geschichte gerechnet, die mich ordentlich mitnimmt. Ganz so ist es dann leider nicht gekommen.

Am interessantesten fand ich für mich tatsächlich die Alzheimer Erkrankung von Dava und wie sie sich im Laufe der Geschichte verändert. Kleine Dinge, die sie plötzlich vergisst, Schwierigkeiten mit dem Handy oder Situationen, in denen sie gar nicht mehr versteht, worum es eigentlich geht, wurden für mich sehr glaubwürdig dargestellt. Auch die Auswirkungen auf ihr Umfeld fand ich spannend. Man merkt, dass nicht nur Dava selbst mit der Krankheit zu kämpfen hat, sondern dass sich dadurch auch die Beziehungen zu ihrer Familie und zu Svetlana verändern.

Die Beziehung zwischen Dava und Svetlana fand ich ebenfalls schön und nachvollziehbar. Ihre Verbindung hat für mich gut in die Geschichte gepasst und ich mochte die gemeinsamen Momente der beiden. Auch Evie und Luna haben mir gut gefallen. Besonders Luna hat für mich eine schöne und berührende Rolle in der Geschichte bekommen.

Etwas enttäuscht war ich dagegen von der Manuskriptgeschichte. Gerade weil dieser Punkt im Klappentext so vielversprechend klingt, hatte ich mir davon deutlich mehr erwartet. Auch der Mittelteil hatte für mich einige Längen und manche Nebenhandlungen konnten mich nicht wirklich fesseln.

Das Ende war für mich leider ebenfalls nicht stark genug. Ich hätte mir mehr Spannung, mehr Tiefe und vor allem mehr emotionale Wirkung gewünscht. Insgesamt ist es für mich deshalb eher ein ruhiger, melancholischer zeitgenössischer Roman als eine Geschichte, die mich wirklich tief berührt hat.