Bewegend

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colleenf Avatar

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An welche Teile von uns wird sich erinnert, wenn sich unser Leben zu Ende neigt? Diese und viele weitere Fragen stellt sich das Buch „Ein guter Charakter“ von Julie Orringer, übersetzt von Gesine Schröder.

Im Roman begleiten wir zunächst den Literaturprofessor Barr, welcher hinter einer Wandvertäfelung ein Manuskript seiner Frau Dava findet - sie lebt in einem betreuten Wohnen, da sie an Alzheimer erkrankt ist. Im Manuskript schildert Dava durch die Figuren ihre Beziehung zu ihrer Kollegin und besten Freundin Svetlana. Und was macht Barr? Er nimmt diese Geschichte und macht sie zu seiner.

Durch die verschiedenen Perspektiven des Buchs lernt man Dava kennen. Mal erzählt Svetlana, mal Davas Söhne, mal Barr: Alle erinnern sich unterschiedlich an die Zeit vor ihrer Erkrankung. Und auch Dava erinnert sich - nicht an alles, doch ihre Erinnerungen zeichnen eine bewegende Linie ihres Lebens. Auch wenn mich Barr aus verschiedenen Gründen häufig Gründen zum Augenrollen verleitet hat, konnten mich die anderen Figuren überzeugen.

Es hat mir gefallen, die Geschichte aus so vielen Augen zu betrachten. So viele Figuren, Gedanken und Gefühle. Eine Geschichte, die mich bewegt hat.