Ein leiser und berührender Roman

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suzanne Avatar

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Dieser Roman beginnt damit, dass Barr Pennington, Professor für Kreatives Schreiben, eine ungewöhnliche Zuneigung zu einem Hund fasst. Sein Leben hat sich sehr verändert seit bei seiner Frau Dava Alzheimer festgestellt wurde. Schon länger ist sie in einem Pflegeheim, in dem er sie nur widerwillig besucht, überfordert von der Situation dort. Im Tierheim begegnet er der Hündin Luna, die verletzt und mißgestaltet durch einen Unfall ist. Auf ihren gemeinsamen Spaziergängen hat er plötzlich das Gefühl die Hündin würde mit ihm reden. Er sucht immer wieder ihre Nähe und kann sich trotzdem nicht entschließen sie zu sich zu nehmen. Dann ist es zu spät, jemand anders hat die Hündin adoptiert und er kann diesen Verlust nur schwer ertragen.
Der Roman spielt auf verschiedenen Zeitebenen. In Rückblicken erfahren wir auch Details aus Davas Leben und über die gemeinsame Ehe. Sie hat eine Affäre mit ihrer Kollegin Svetlana, die sich über eine lange Zeit hinzieht und von der der Rest ihrer Familie nichts ahnt. Wir erleben die bedrückenden Moment in denen Dava ihre Alzheimerdiagnose erhält und wie sie langsam immer mehr vergisst. Und die Zuneigung und Fürsorglichkeit die ihre Freundin Svetlana ihr entgegenbringt obwohl sie sie schon nicht mehr erkennt.
Hauptthema des Buches ist zum einen der Verrat den Barr an seiner Frau begeht. Er veröffentlicht ein geheimes Manuskript, das sie vor ihm versteckt hat und das er zufällig findet. Er gibt es als sein eigenes aus und bekommt dafür viel Anerkennung.
Zum anderen ist es aber auch die Veränderung die Dava durch die Alzheimererkrankung durchmacht und deren Verlauf wir als Leser miterleben.

Das Buch liest sich wunderbar, es ist sehr leise und detailreich geschrieben. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, dadurch erfahren wir im Laufe des Romans mehr über die einzelnen Personen. Eine ganz besondere Position hat dabei die Hündin, sie ist in der Erzählung das verbindende Element zwischen den einzelnen Figuren. Sie hat für mich den guten Charakter, den man beim Professor vermisst.
Die Autorin hat mich mit ihrem ruhigen unaufgeregten Erzählstil mit in die Geschichte genommen. Es ist ein ganz wunderbares Buch für einen ruhigen Herbsttag.