Eines meiner Lieblingsbücher!
Dava und Barr sind verheiratet, haben zwei Kinder, beide sind Literaturprofessoren. Barr lechzt danach, mit seinen Werken in der Öffentlichkeit zu stehen, Dava arbeitet akribisch im Verborgenen an einem Roman. Nach und nach verliert sie ihre Erinnerung, kann Zusammenhänge nicht mehr herstellen, muss in einer Einrichtung gepflegt werden. Alzheimer. Zuhause findet Barr hinter der Wand (welch schönes Bild!) eine Unmenge an Notizzetteln.
Es ist Dava's Geschichte. Sie schreibt von ihrer leidenschaftlichen Liebe zu ihrer Uni-Kollegin Svetlana, von ihrer Mutter, einem Frauenhaus. Barr erkennt die autobiografischen Bezüge, findet sich in dem beschriebenen Ehemann nicht wieder und kann auch die Liebesgeschichte der beiden Frauen nicht in dieser Form tragen. Er streicht, formuliert um, misinterpretiert, korrigiert. Sein Roman wird ein großer Erfolg. Barr wird für sein Einfühlen in die weibliche Seele gefeiert. Dava kann nicht mehr widersprechen. Kann "ihre" Geschichte dennoch erzählt werden?
Und warum hat das alles mit einem Hund zu tun?
Definitiv eines meiner Lieblingsbücher aus diesem Jahr! Wir finden eine geniale und vielschichtige Erzählung über Wahrnehmung, Erinnerung, Beziehung, Familie, Liebe und die Erkenntnis, dass wir in uns allein sind und zu einem Zeitpunkt nicht mehr da sein werden. Es gibt niemand Anderen, der die Dinge so erfasst wie wir sie in jedem Moment deuten. Die Frage ist, wie können wir dann miteinander sein? Uns sehen? Uns auf das Gemeinsame einigen? Einen Raum lassen, in dem der Andere sein darf?
Julie Orringer nutzt wundervolle Metaphern, legt ganz sensibel Persönlichkeit in ihre Figuren und malt Landschaften und Häuser derart, dass sie tief verwoben mit der Geschichte sind. Sie spielt mit den Erwartungen des Lesers und überrascht ein ums andere Mal.
Im englischen Original lautet der Roman "Luna, Phoenix, Queen" - bitte findet heraus, warum. Es lohnt sich!
Es ist Dava's Geschichte. Sie schreibt von ihrer leidenschaftlichen Liebe zu ihrer Uni-Kollegin Svetlana, von ihrer Mutter, einem Frauenhaus. Barr erkennt die autobiografischen Bezüge, findet sich in dem beschriebenen Ehemann nicht wieder und kann auch die Liebesgeschichte der beiden Frauen nicht in dieser Form tragen. Er streicht, formuliert um, misinterpretiert, korrigiert. Sein Roman wird ein großer Erfolg. Barr wird für sein Einfühlen in die weibliche Seele gefeiert. Dava kann nicht mehr widersprechen. Kann "ihre" Geschichte dennoch erzählt werden?
Und warum hat das alles mit einem Hund zu tun?
Definitiv eines meiner Lieblingsbücher aus diesem Jahr! Wir finden eine geniale und vielschichtige Erzählung über Wahrnehmung, Erinnerung, Beziehung, Familie, Liebe und die Erkenntnis, dass wir in uns allein sind und zu einem Zeitpunkt nicht mehr da sein werden. Es gibt niemand Anderen, der die Dinge so erfasst wie wir sie in jedem Moment deuten. Die Frage ist, wie können wir dann miteinander sein? Uns sehen? Uns auf das Gemeinsame einigen? Einen Raum lassen, in dem der Andere sein darf?
Julie Orringer nutzt wundervolle Metaphern, legt ganz sensibel Persönlichkeit in ihre Figuren und malt Landschaften und Häuser derart, dass sie tief verwoben mit der Geschichte sind. Sie spielt mit den Erwartungen des Lesers und überrascht ein ums andere Mal.
Im englischen Original lautet der Roman "Luna, Phoenix, Queen" - bitte findet heraus, warum. Es lohnt sich!