Empfehlenswerter Familieroman

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leselicht Avatar

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Auch wenn der auf dem Cover abgebildete Hund mit der Hündin im Buch äußerlich keine Gemeinsamkeiten hat, gefällt mir das Cover und es passt in Stimmung und Wahrnehmung zum Inhalt des Buches.

Orringer schreibt mit Empathie, Gelassenheit und Poesie einen Familienroman über Verbundenheit, Verrat, Demenz und Sprachlosigkeit in der Familie, der sich flüssig lesen lässt. Berührend und mal anders zeigt sie, wie Demenz nicht nur die Betroffenen, sondern das gesamte Umfeld betrifft – und wie die einzelnen Menschen aus ihrer Sicht damit umgehen.

Ich fand die Erzählung glaubwürdig und gut nachvollziehbar. Die Hündin wirkt für mich wie der Hoffnungsstifter und Trostspender in dieser Geschichte. Sie wirkt wie ein lichtspendender Anker, der die Familie zusammenhält. Ein Bindeglied, das auch ausgleichend wirkte, wenn ich zwischen meinen eigenen Grenzen hin- und hergerissen war und diese hinterfragen musste. Ohne sie wäre der Roman für mich nur halb so schön gewesen.
Es ist mitunter spannend, die Figurenentwicklungen sind überzeugend, und es gibt nur wenige Längen, die mich zum Weglegen des Buches verleitet haben – aber es gab sie.

Für mich war es ein differenzierter und durchdringender Familienroman, der mich sprachlich und inhaltlich überzeugend unterhalten konnte.