Toll!

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norino0606 Avatar

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Die Leseprobe sprach mich schon da, umso erfreuter war ich, ein Rezensionsexemplar zu gewinnen - ich habe nur zwei Tage gebraucht, um den Roman zu lesen. Es ist eine sehr schöne, vielschichtige und berührende Geschichte, die Julie Orringer erzählt. Die Personen verbindet ein durch einen Brand stark entstellte Hündin, die aus dem Tierheim adoptiert wird, kurz bevor sie als nicht vermittelbar eingeschläfert werden soll.
Einen großen Raum nimmt die Alzheimererkrankung von Dava ein, einer ehemaligen Universitätsprofessorin, die wir im Laufes des Buches kennenlernen. Der Roman beschreibt wirklich sehr gut, auf welche Weise so eine unheilbare Krankheit alle Familienmitglieder und unmittelbar beteiligte Freunde und Kollegen betrifft. Nach und nach lernen wir zunächst Davas Mann Barr kennen, ihre Geliebte Svetlana und ihre Tochter, Barrs Assistentin, die beiden Söhne.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich fand das Buch sehr gut ins Deutsche übersetzt, die Sprache war durchaus poetisch, z.B. "die Nacht schloss ihre Schwingen über ihnen beiden" oder "Ein Schweigen sammelte sich an und verwehte".
Absolute Leseempfehlung!
Allerdings gefällt mir weder der Titel noch das Titelbild, ich kann mit beiden nichts anfangen und es ist mir ein Rätsel, warum beide ausgewählt wurden.