Über das Leben

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marcialoup Avatar

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Barr Pennington ist ein sympathischer Charakter, ob auch gut, wie es im Titel steht muss man selbst bewerten.
Die erste Szene mit Hund Luna ist einschneidend. Er holt Luna aus dem Tierheim zum Gassigehen, ein schlimm verletzter Hund, der bei einem Brand viele Narben abbekommen hat. Während der Gassirunde meint Barr Luna zu verstehen, hört Worte, die durch eindringliche Blicke des Hundes verstärkt werden und es ihm im ersten Moment unheimlich erscheint.
Warum hast er Luna ausgesucht? Zeigen ihre äußerlichen Verletzungen sein innerliches Spiegelbild.
Penningtons Frau Dava ist wegen früher Demenz im Heim, ihr gemeinsaes Leben ist dadurch aus den Fugen geraten. Aber das war sicherlich auch schon viel früher geschehen, was das heimliche Manuskript seiner Frau, das Barr findet und als sein eigenes veröffentlicht, zu Tage fördert.
Barr bleibt sympathisch. Und auch die anderen Charaktere sind zugänglich und sympathisch. Aber den Titel des guten Charakter erhält eventuell nur Hund Luna...
Die Geschichte entwickelt sich aus unterschiedlichen Blickrichtungen, die in einzelnen Kapiteln die Sichtweise und das Erleben mal aus Barr's Perspektive, mal aus Dava's Perspektive und auch von Seiten der Söhne James und Milo und weiteren Beteiligte schildern.
So ergibt sich ein Bild, das das Gefüge verschiedener Lebensgeschichten, einer Ehe, einer Affäre und einiges mehr aufzeigt und versinnbildlicht, wie Eins zum Anderen vielleicht auch so kommen musste, weil alles miteinander verknüpft ist.
Ein großer Schlag war, dass die Hündin Luna eingeschläfert werden sollte und Barr sich erst in letzter Sekunde entscheiden konnte sie zu adoptieren. Doch als er im Tierheim ankam war sie schon weg, von anderen Menschen adoptiert...

Der Schreibstil ist nie langweilig und sehr gut ausgearbeitet, um eine solch detaillierte Studie jeder Figur lebendig darzustellen und die Lebensgeschichten miteinander zu verknüpfen.

Mir gefällt das Cover außerordentlich gut. Die zwei Farben heben sich gegenseitig so gut ab, es wirkt, hell, frisch, klar und die Blicke der Tiere dadurch lebendig. Außerdem stellt man sich Luna genau so vor.