Schwestern im Schatten des Fluchs

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melinarap Avatar

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Die Leseprobe hat direkt eine sehr dichte, düstere Atmosphäre aufgebaut, die sofort hängen bleibt. Dieses große, alte Anwesen auf den Klippen wirkt von Anfang an nicht wie ein sicherer Ort, sondern eher wie ein Ort, an dem etwas nicht stimmt – auch wenn man noch nicht genau sagen kann, was.

Annaleigh als Protagonistin finde ich sehr spannend, weil sie nicht einfach alles hinnimmt, sondern beginnt, Dinge zu hinterfragen, die eigentlich „Normalität“ sein sollen. Gerade dieser Zweifel an den angeblichen Unfällen ihrer Schwestern erzeugt eine unterschwellige Spannung, die sich durch die ganze Leseprobe zieht.

Besonders gut gelungen ist die Mischung aus märchenhafter Schönheit und etwas Dunklem, Unheimlichem. Diese geheimen Bälle im Mondschein haben etwas Verlockendes, aber gleichzeitig auch etwas Gefährliches – genau dieser Kontrast macht die Geschichte so interessant.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, dabei aber atmosphärisch genug, um sofort ein Bild im Kopf entstehen zu lassen. Man wird langsam, aber stetig in diese geheimnisvolle Welt hineingezogen.

Insgesamt ein sehr starker Einstieg, der neugierig macht und das Gefühl hinterlässt, dass hinter der Schönheit der Welt etwas deutlich Dunkleres verborgen liegt.