Wenn Trauer zum tödlichen Fluch wird
Bereits das Cover von Ein Haus aus Salz und Tränen hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen. Die leuchtenden Quallen vor dem dunklen, tiefblauen Hintergrund wirken gleichzeitig wunderschön und unheimlich. Die goldene Schrift verleiht dem Buch etwas Märchenhaftes und Edles, während der Untertitel „Das Meer holt sich zurück, was ihm gehört“ bereits eine düstere Bedrohung ankündigt. Das Cover passt daher hervorragend zur geheimnisvollen und melancholischen Atmosphäre der Geschichte.
Der Roman beginnt direkt mit der Beerdigung von Eulalie, einer der zwölf Thaumas-Schwestern. Inzwischen leben nur noch acht von ihnen, denn bereits vier Schwestern sind unter tragischen und teilweise rätselhaften Umständen gestorben. Während die Menschen auf den Inseln an einen Fluch glauben, beginnt Annaleigh zunehmend daran zu zweifeln, dass Eulalies Tod wirklich ein Unfall war. Gerade diese Ausgangslage hat mich sofort neugierig gemacht.
Besonders gelungen finde ich die düstere Welt rund um Highmoor. Das Meer ist in der Geschichte nicht nur eine schöne Kulisse, sondern wirkt beinahe wie eine eigene Figur. Die Bestattungsrituale, die Familiengruft über dem unterirdischen Fluss und der allgegenwärtige Geruch nach Salz erzeugen eine bedrückende, geheimnisvolle Stimmung. Gleichzeitig sorgen die alten Traditionen und der Glaube an die Meeresgötter dafür, dass die Welt außergewöhnlich und glaubwürdig erscheint.
Annaleigh war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist mitfühlend, aufmerksam und hinterfragt die Ereignisse, anstatt den vermeintlichen Familienfluch einfach hinzunehmen. Besonders berührend ist ihre enge Verbindung zu ihren Schwestern. Man spürt, wie sehr die vielen Todesfälle die Familie verändert haben und wie unterschiedlich alle mit ihrer Trauer umgehen. Auch Morella, die junge Stiefmutter, ist interessant dargestellt. Ihr Wunsch, wieder Freude in das Haus zu bringen, ist verständlich, wirkt angesichts der frischen Trauer jedoch teilweise unsensibel. Dadurch entstehen glaubwürdige Konflikte innerhalb der Familie.
Der Schreibstil ist bildhaft, atmosphärisch und angenehm flüssig. Erin A. Craig gelingt es, Schönheit und Grauen miteinander zu verbinden. Viele Beschreibungen wirken beinahe poetisch, besitzen aber gleichzeitig etwas Unheilvolles. Schon kleine Einzelheiten wie verhüllte Spiegel, schwarze Trauerbänder oder flackernde Lichter zwischen den Hecken erzeugen das Gefühl, dass in Highmoor etwas nicht stimmt.
Nach der Leseprobe möchte ich unbedingt erfahren, was wirklich mit Eulalie geschehen ist und ob auf der Familie tatsächlich ein Fluch liegt. Besonders Veritys Behauptung, ihre verstorbene Schwester ziehe ihr nachts die Bettdecke weg, lässt vermuten, dass die Toten möglicherweise noch nicht vollständig verschwunden sind.
Für mich ist Ein Haus aus Salz und Tränen ein vielversprechender Auftakt voller Trauer, Familiengeheimnisse und düsterer Meeresmagie. Ich empfehle das Buch allen, die geheimnisvolle Fantasygeschichten mit Gothic-Atmosphäre, starken Familienbeziehungen und einem spannenden Rätsel mögen.
Der Roman beginnt direkt mit der Beerdigung von Eulalie, einer der zwölf Thaumas-Schwestern. Inzwischen leben nur noch acht von ihnen, denn bereits vier Schwestern sind unter tragischen und teilweise rätselhaften Umständen gestorben. Während die Menschen auf den Inseln an einen Fluch glauben, beginnt Annaleigh zunehmend daran zu zweifeln, dass Eulalies Tod wirklich ein Unfall war. Gerade diese Ausgangslage hat mich sofort neugierig gemacht.
Besonders gelungen finde ich die düstere Welt rund um Highmoor. Das Meer ist in der Geschichte nicht nur eine schöne Kulisse, sondern wirkt beinahe wie eine eigene Figur. Die Bestattungsrituale, die Familiengruft über dem unterirdischen Fluss und der allgegenwärtige Geruch nach Salz erzeugen eine bedrückende, geheimnisvolle Stimmung. Gleichzeitig sorgen die alten Traditionen und der Glaube an die Meeresgötter dafür, dass die Welt außergewöhnlich und glaubwürdig erscheint.
Annaleigh war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist mitfühlend, aufmerksam und hinterfragt die Ereignisse, anstatt den vermeintlichen Familienfluch einfach hinzunehmen. Besonders berührend ist ihre enge Verbindung zu ihren Schwestern. Man spürt, wie sehr die vielen Todesfälle die Familie verändert haben und wie unterschiedlich alle mit ihrer Trauer umgehen. Auch Morella, die junge Stiefmutter, ist interessant dargestellt. Ihr Wunsch, wieder Freude in das Haus zu bringen, ist verständlich, wirkt angesichts der frischen Trauer jedoch teilweise unsensibel. Dadurch entstehen glaubwürdige Konflikte innerhalb der Familie.
Der Schreibstil ist bildhaft, atmosphärisch und angenehm flüssig. Erin A. Craig gelingt es, Schönheit und Grauen miteinander zu verbinden. Viele Beschreibungen wirken beinahe poetisch, besitzen aber gleichzeitig etwas Unheilvolles. Schon kleine Einzelheiten wie verhüllte Spiegel, schwarze Trauerbänder oder flackernde Lichter zwischen den Hecken erzeugen das Gefühl, dass in Highmoor etwas nicht stimmt.
Nach der Leseprobe möchte ich unbedingt erfahren, was wirklich mit Eulalie geschehen ist und ob auf der Familie tatsächlich ein Fluch liegt. Besonders Veritys Behauptung, ihre verstorbene Schwester ziehe ihr nachts die Bettdecke weg, lässt vermuten, dass die Toten möglicherweise noch nicht vollständig verschwunden sind.
Für mich ist Ein Haus aus Salz und Tränen ein vielversprechender Auftakt voller Trauer, Familiengeheimnisse und düsterer Meeresmagie. Ich empfehle das Buch allen, die geheimnisvolle Fantasygeschichten mit Gothic-Atmosphäre, starken Familienbeziehungen und einem spannenden Rätsel mögen.