Düster, märchenhaft und voller Geheimnisse

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polopaya Avatar

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Schon das Cover von Ein Haus aus Salz und Tränen hat mich sofort angesprochen: verspielt und gleichzeitig unheimlich, mit einem märchenhaften, fast gotischen Touch. Es passt perfekt zur Geschichte und weckt genau die richtige Erwartung – eine Mischung aus Schönheit und unterschwelliger Bedrohung.
Im Mittelpunkt steht Annaleigh, die in einer Familie lebt, die von einem düsteren Schicksal überschattet wird: Immer wieder sterben ihre Schwestern unter mysteriösen Umständen. Die Geschichte verbindet Märchenelemente mit einem Hauch von Mystery und einer konstanten, leicht beklemmenden Atmosphäre. Dabei geht es nicht nur um die äußeren Ereignisse, sondern auch um Trauer, Angst und die Frage, was real ist und was nicht.

Der Schreibstil von Erin A. Craig ist bildgewaltig und sehr atmosphärisch. Besonders die Beschreibungen haben bei mir starke Bilder im Kopf entstehen lassen.
Die Figuren, allen voran Annaleigh, haben mir gut gefallen. Sie wirkt verletzlich, aber auch entschlossen, was sie sehr greifbar macht. Auch die Dynamik innerhalb der Familie ist spannend und trägt viel zur dichten Stimmung bei. Manche Nebenfiguren bleiben etwas blasser, was bei der Vielzahl an Charakteren aber nachvollziehbar ist.

Die Geschichte ist weniger ein klassischer Fantasyroman, sondern eher eine atmosphärische Mischung aus Märchen, Drama und Mystery.