Düstere Gothic-Märchenadaption

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harlekin Avatar

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Als Grundlage für dieses Buch hat die Autorin das Grimmsche Märchen der zertanzten Schuhe gewählt und eine finstere Fantasy, gepaart mit mystischen und unheimlichen Elementen verbunden, geschaffen. Von Beginn an ist man in der düsteren und gespenstischen Atmosphäre dieses alten abgelegenen und sturmumtosten Herrenhauses am Meer gefangen und fragt sich, genau wie die Protagonistin, was hier eigentlich vor sich geht.

Im Mittelpunkt steht also Annaleigh, die den bizarren Todesumständen ihrer Schwestern auf die Spur kommen will und die sich im Verlauf vom naiven Mädchen zu einem selbstbewussten Charakter entwickelt. Die Geschichte bleibt dank einiger Wendungen lange undurchschaubar, was der Spannung und dem Weiterlesen wollen selbstredend förderlich sind. Die Romanze, die die Autorin eingebaut hat, hätte es aus meiner Sicht nicht gebraucht, war aber auch nicht zu störend. Die Auflösung der Rätsel um Fluch, Geheimtür und die tragischen Tode der Schwestern gipfelt in einem für mich passenden Finale, das aber eventuell nicht jeden Leser zufriedenstellen wird.

Alles in allem ist „Ein Haus aus Salz und Tränen“ keine reine Märchenadaption, dafür hat die Autorin ihrer Geschichte zu überzeugend eigene Ideen und Wendungen gegeben. Es ist ein fesselnder Roman voller Magie, Geister, seltsamer Ereignisse und raschelnder Röcke, die im Takt der Musik Nacht für Nacht schwingen.