Düstere, mystische Märchenadaption!
„Ein Haus als Salz und Tränen“ ist für mich eine gelungene Umsetzung der zugrunde liegenden Märchenadaption. Ich habe beim Lesen gemerkt um welches Märchen es sich handelt, aber es hat sich nie in den Vordergrund gedrängt. Die Autorin hat aus dem Märchen etwas völlig eigenständiges geschaffen. Mich konnte die Geschichte von der ersten Seite an fesseln. Das Setting ist sehr atmosphärisch und düster, was mir sehr gut gefallen hat. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und nahbar. Annaleigh ist eine starke Protagonistin, deren Handlungen waren auch meistens nachvollziehbar und mochte sie sehr gern. Allerdings hätte ich auch gern mehr über ihre Schwestern erfahren, da diese für mich stellenweise etwas blass geblieben sind. Auch die psychologischen Aspekte passten gut in die Story und haben es spannend und noch beklemmender gemacht. Das Ende war mir schon fast zu schnell und hätte ruhig noch etwas ausführlicher sein können. Mich konnte dieses Buch aber trotzdem von der ersten Seite an mit seiner düsteren und mystischen Atmosphäre fesseln und auch optisch ist ein Blickfang. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Buch der Autorin.