Eine unerwartete Mischung aus Märchen, Krimi und Gänsehautfeeling

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iridia Avatar

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Mich hat das Cover von Ein Haus aus Salz und Tränen sofort angesprochen. Auch die Idee, die Geschichte auf dem Märchen „Die zwölf tanzenden Schuhe“ basieren zu lassen, fand ich unglaublich spannend. Ich bin ursprünglich davon ausgegangen, dass es sich um eine Romantasy-Geschichte handelt, aber tatsächlich ist das Buch viel mehr eine Mischung aus Märchen, Kriminalgeschichte und einigen Horrorelementen. Diese Kombination hat mir überraschend gut gefallen und der Geschichte etwas ganz Besonderes gegeben.

Ich habe ein paar Seiten gebraucht, um richtig in die Geschichte hineinzukommen. Der Einstieg mit dem Begräbnis war für mich zunächst sehr traurig und hat eine eher schwere Stimmung geschaffen. Danach war ich aber schnell in der Handlung gefangen und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Besonders gefallen hat mir die Mischung aus düsterer Atmosphäre, Spannung und der besonderen Dynamik zwischen den Charakteren.

Annaleigh war für mich eine tolle Protagonistin. Sie hat das Herz am rechten Fleck, ist mitfühlend, aber gleichzeitig auch klug und denkt selbstständig. Ich mochte besonders, dass sie sich nicht einfach mit den Erklärungen anderer zufriedengibt, sondern selbst nach Antworten sucht. Sie ist die Einzige in ihrer Familie, die glaubt, dass der Tod ihrer Schwestern nicht einfach nur ein Unglück war. Obwohl ihre Familie ihre Zweifel nicht ernst nimmt, gibt sie nicht auf und versucht herauszufinden, was wirklich passiert ist.

In Annaleigh konnte ich mich sehr gut hineinversetzen und ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. Mit dem Rest ihrer Familie hatte ich etwas mehr Schwierigkeiten, eine Verbindung aufzubauen, aber das hat mich nicht weiter gestört.

Auch Cassian hat mir sehr gut gefallen. Er taucht plötzlich anstelle seines Vaters bei der Familie Thaumas auf und bringt direkt etwas Geheimnisvolles mit sich. Einerseits hatte er eine sympathische Art und man merkt, dass auch er das Herz am rechten Fleck hat, andererseits war ich mir lange nicht sicher, ob er vielleicht doch etwas mit den Todesfällen zu tun haben könnte. Genau diese Unsicherheit hat die Spannung für mich noch verstärkt.

Insgesamt hat mich Ein Haus aus Salz und Tränen mit seiner besonderen Atmosphäre, den märchenhaften Elementen und den vielen Geheimnissen sehr gut unterhalten. Für mich war es eine gelungene Mischung aus düsterem Märchen, Spannung und einer Geschichte über Mut, Verlust und die Suche nach der Wahrheit.

Eine klare Leseempfehlung für alle, die düstere Märchenadaptionen mit starken Charakteren mögen.