Märchenhaft und düster

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sandra.schreibt.geschichten Avatar

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"Ein Haus aus Salz und Tränen" erzählt die düstere Geschichte von zwölf Schwestern auf einer abgelegenen Insel. Ihr Leben und ihre Kultur sind maßgeblich durch das Meer geprägt und Trauer und Tod scheinen allgegenwärtig zu sein. Als sich den Schwestern eine Ablenkung von ihrem Kummer bietet, ergreifen sie die Gelegenheit und stehlen sich nachts hinaus, um auf verschiedenen Bällen zu tanzen. Ob sie dabei dem Fluch entkommen können, der auf ihrer Familie lasten soll?

Ich wusste nach den ersten Kapiteln zunächst nicht, ob ich einen Krimi oder einen Fantasyroman lese. Ich fragte mich, ob es eine logische Erklärung für die mysteriösen Todesfälle geben würde oder ob doch der vermeintliche Fluch hinter den Tragödien steckt. Die Atmosphäre hat mich schnell eingenommen und trotz der sommerlichen Temperaturen draußen fühlte ich mich am Meer und konnte das Salz beinahe schmecken. Die Geschichte nimmt schnell Fahrt auf und der Roman wurde immer spannender. Auch die Grusel-Elemente haben mir gefallen, obwohl ich eigentlich etwas ängstlich bin. Bis zum Ende konnte ich die Auflösung nicht vorhersehen, was meiner Meinung aber auch daran liegt, dass das Hilfsmittel "Deus ex machina" verwendet wurde und die Lösung somit etwas unbefriedigend blieb. Trotzdem habe ich das Buch sehr gern gelesen und das Ende hat mich mit der teilweise sehr konstruierten Handlung versöhnt. Ich würde es allen empfehlen, die gern Fantasyromane mit Gruselelementen lesen und sich in ein märchenhaftes und gleichzeitig nautisches Setting versetzen lassen wollen.