Wunderschön
In "Ein Haus aus Salz und Tränen" von Erin A. Craig geht es um Annaleigh, die mit ihren verbliebenen Schwestern in einem alten Anwesen lebt. Nach dem Tod von vier Schwestern beginnt Annaleigh an den mysteriösen Umständen zu zweifeln. Sie beobachtet, wie ihre Schwestern heimlich zu geheimen Bällen gehen und ein geheimnisvoller Fremder tritt in ihr Leben. Gemeinsam folgen sie einem Fluch, der sie in die Dunkelheit führt, wo Traum und Realität miteinander verschmelzen. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, was den Einstieg in die Geschichte erleichtert und die düstere Atmosphäre des Anwesens lebhaft vermittelt. Ich war sofort gefangen und flog durch die Seiten, da die Spannung konstant hoch bleibt. Besonders die geheimen Bälle, zu denen Annaleighs Schwestern heimlich gehen, verleihen der Erzählung einen mysteriösen und gruseligen Charakter. Ich habe Annaleigh sehr gerne begleitet, auch wenn ich nicht immer alle ihre Gedanken oder Handlungen nachvollziehen konnte. Auch ihre Schwestern runden das Gesamtbild ab. Morella hingegen war mir von Anfang an unsympathisch. Insgesamt ist das Buch eine wunderschöne Märchenadaption mit einem Hauch von Grusel, die ich sehr genossen habe.