Macht der Träume

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bookworld91 Avatar

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Wenn man jung Mutter wird, gibt man ein Stück der eigenen Zukunft auf. Das wird in „Ein Herz aus Papier und Sternen“ deutlich.

Pip ist Anfang 30 und wohnt mit Tochter Bella bei ihren Eltern. Da sie mit 16 Mutter geworden ist, hat sie bisher keine Karriere gemacht. Ihre Träume hat sie längst aufgegeben. Ehe ein Ausflug alles ändert…

Direkt zu Beginn merke ich, dass Pip als Protagonistin eher blass ist. Sie ordnet sich unter und stellt sich hinten an. Dadurch ist der Start langatmig. Nachdem sie auf der Sternwarte ihre Träume definiert und klare Ziele setzt, stelle ich klare Tendenzen zur Emanzipation fest und bange mit Pip um ihre Träume. Das Ende ist mir persönlich allerdings etwas weit hergeholt. Nicht alles schlimme für die Familie hängt von Pip ab, da kommen zahlreiche Faktoren zusammen, die hier gewiss untergehen.
Was mich während des ganzen Buches fasziniert hat ist Cecilia Aherns Schreibstil. Bereits bei anderen Büchern konnte ich den gefühlvollen Ton der Autorin beobachten. Und auch hier schreibt sie anschaulich, nah am Charakter und voller Gefühle.
Insgesamt bin ich nicht zu 100% überzeugt. Wer mit Längen und einer anfangs trägen Protagonistin leben kann, der findet hier eine nette Geschichte für zwischendurch und zum Träumen. Insgesamt aufgerundet vier Sterne.