Eine leise, aber kraftvolle Geschichte

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Schon der erste Blick auf das Cover verspricht eine besondere Ästhetik: Die Gestaltung von Elina Warsta ist wohltuend reduziert, fast schon minimalistisch, und strahlt eine skandinavische Ruhe aus, die sich konsequent durch die gesamte Geschichte zieht. Die Geschichte überzeugt durch ihre philosophische Tiefe. Anstatt eine überladene Handlung zu forcieren, konzentriert sich das Buch auf die essenzielle Begegnung zwischen dem Hund und einem Mann namens Marder. Beide Figuren sind Außenseiter, beide tragen Namen, die nicht recht zu ihrem Wesen passen, und genau darin liegt ihre Stärke. Ihre Authentizität rührt daher, dass sie keine perfekten Helden sind, sondern verwundbare Lebewesen, die sich in ihrer Einsamkeit finden. Es ist erfrischend zu sehen, wie unaufgeregt und doch eindringlich das Buch Themen wie Identität, Zugehörigkeit und die Bedeutung von Wahlfamilien behandelt.