Unabhängig

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annachrau Avatar

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Katze, der Hund, wird von seiner Mutter Katze genannt weil Katzen unabhängig sind und niemanden brauchen. Was sich für uns Erwachsene als Schutzreaktion liest, führt für Katze zu einem zunächst sehr einsamen Leben. Es bleibt zunächst einsam und das ganze Buch ist auch farblich relativ grau in grau gehalten. Dies ist kein Buch, das vom schönsten Tag des Lebens erzählt. Katze macht sich auf in die Stadt, mir hat hier besonders gefallen, dass die finnischen Namen beibehalten wurden und man sich dadurch ein bisschen besser zu Katze nach Finnland denken kann. In der Stadt lernt Katze einen Obdachlosen kennen und hier wird nichts beschönigt. Ich habe bei der Beschreibung ein bisschen geschluckt, weil man so eine Beschreibung im Kinderbuch nicht gewohnt ist. Der Mann stinkt und ist verwahrlost und, ja, einsam. Katze und er tun sich zusammen und sind von nun an gemeinsam einsam, also rückt das Pendel ein bisschen mehr in Richtung unabhängig.
Anmerkung: hier wird auch Alkoholismus beschrieben, das Buch ist also aufgrund vieler Themen ein Buch das zum Nachdenken und Gespräche führen anregt.