Zart, hoffnungsstiftend und stark. Ein außergewöhnliches und tragendes Buch.

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aerdna Avatar

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„Ein Hund namens Katze“ ist ein wirklich außergewöhnliches und starkes Buch.

Neben wunderschönen, großformatigen Illustrationen, die zum Verweilen und Darin-Versinken einladen und auch einmal überraschen, inspiriert es mit einer poetischen und klaren Sprache auf mutmachende Weise zu einer Auseinandersetzung mit tiefen und schwierigen Themen.

Dabei umhüllt es warmherzig und freundlich, ehrlich und berührend wie ein wärmender Mantel und führt zu einem starken und tröstlichen Fazit.

Empfohlen ist es ab sechs Jahren, dieser Empfehlung würde ich nicht uneingeschränkt folgen.

Es geht um verletzte Liebe, das Verlassenwerden, den Tod von Geschwistern und Einsamkeit, die Suche nach den eigenen Bedürfnissen und Verbindung.
Das sind Themen, die Kinder überfordern können und m.E. eine gewisse Sensibilität und Begleitung unabdingbar machen.

Es ist ein wunderschönes Buch, um gemeinsam mit Kindern, die Verlusterfahrungen gemacht haben in eine Aufarbeitung zu gehen und fühlbar zu machen, dass Heilung möglich, die eigene Situation immer beeinflussbar; dass Vertrauen nicht etwas Unwiederbringliches ist.

Dabei bringt es einen gewissen Humor mit und zeigt uns auf eindringliche Weise, was Toleranz und Akzeptanz bedeuten, wie wir über Äußerlichkeiten hinweg zum Inneren finden und uns aufeinander einlassen; nicht nur, ohne uns zu verlieren, sondern vielleicht gerade, um uns zu erkennen.

Dieses Buch hat mich auch als Erwachsene tief berührt und schafft etwas, das nur wenige Bücher schaffen: es trägt.