Faszinierend und irgendwie auch unheimlich
Faszinierend, erschreckend und voller Gegensätze
Schon beim Lesen des Klappentextes lief mir ein kalter Schauer über den Rücken. Die Vorstellung, dass man eines Tages seine verstorbene Mutter mithilfe künstlicher Intelligenz wiedererschaffen und sich mit ihr unterhalten könnte, finde ich faszinierend und gleichzeitig ziemlich unheimlich. Vor allem, weil diese Zukunft vielleicht gar nicht mehr so weit entfernt ist.
Auch das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Das Gesicht einer Frau, das mit zarten rosafarbenen Blüten zu verschmelzen scheint. Mensch und Natur, Schönheit und Vergänglichkeit.
In diesen wenigen Seiten steckt sie viel Philosophie. Man beschäftigt sich mit der Frage, was uns eigentlich menschlich macht. Unsere Gefühle, unsere Erinnerungen oder vielleicht gerade unsere Widersprüchlichkeit?
Herrlich fand ich, wie sich der Protagonist angesichts einer nahezu perfekten virtuellen Figur plötzlich selbst minderwertig fühlt. Ich musste lachen, denn manchmal geht es mir im Umgang mit KI ganz genauso. Auch die menschlichen Verkäufer handeln beinahe so schematisch wie die künstlichen Figuren. Wer ist hier eigentlich menschlicher?
Besonders faszinierend finde ich das Berufsbild des menschlichen Avatars. Der Protagonist leiht sterbenden Menschen seinen Körper. Sie sehen mit seinen Augen, hören mit seinen Ohren und gehen mit seinen Füßen. Was für eine Vorstellung! Eine körperlich und psychisch anspruchsvolle Arbeit, kaum besser als mit dem Mindestlohn bezahlt und wenig angesehen. Ihm ist die Dankbarkeit seiner Klienten jedoch Lohn genug. Schmunzeln musste ich, als einer ihn als „menschliche Drohne“ bezeichnet.
Die Konstruktion der Geschichte ist wirklich raffiniert und voller Gegensätze. Seine Mutter engagiert ihn zu Lebzeiten selbst als Avatar, um seine Arbeit kennenzulernen. Er hofft endlich auf ihre Anerkennung. Nach ihrem Tod möchte er sie mithilfe künstlicher Intelligenz als virtuelle Figur wiedererschaffen lassen. Ob er diesen Schritt tatsächlich geht, bleibt in der Leseprobe offen. Erst leiht er ihr seine Augen, dann möchte er ihr noch einmal begegnen.
Wunderschön fand ich die Gedanken über die Liebe, die sich ständig verändert. Vielleicht sogar über den Tod hinaus. Auch das Bild vom Ende des Regenbogens, den er seiner Mutter zeigen möchte, obwohl sie ihn längst gesehen hat, bleibt mir im Gedächtnis.
Und dann endet die Leseprobe mit der Andeutung seiner Mutter, dass es für sie langsam Zeit sei. Zeit, Abschied zu nehmen? Ausgerechnet hier ist Schluss.
Ich habe beim Lesen immer wieder innegehalten. So viel Philosophie, Psychologie, feiner Humor und Gesellschaftskritik auf so wenigen Seiten. Eine Geschichte, die mich nachdenklich macht und gleichzeitig unglaublich neugierig auf die Fortsetzung.
Schon beim Lesen des Klappentextes lief mir ein kalter Schauer über den Rücken. Die Vorstellung, dass man eines Tages seine verstorbene Mutter mithilfe künstlicher Intelligenz wiedererschaffen und sich mit ihr unterhalten könnte, finde ich faszinierend und gleichzeitig ziemlich unheimlich. Vor allem, weil diese Zukunft vielleicht gar nicht mehr so weit entfernt ist.
Auch das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Das Gesicht einer Frau, das mit zarten rosafarbenen Blüten zu verschmelzen scheint. Mensch und Natur, Schönheit und Vergänglichkeit.
In diesen wenigen Seiten steckt sie viel Philosophie. Man beschäftigt sich mit der Frage, was uns eigentlich menschlich macht. Unsere Gefühle, unsere Erinnerungen oder vielleicht gerade unsere Widersprüchlichkeit?
Herrlich fand ich, wie sich der Protagonist angesichts einer nahezu perfekten virtuellen Figur plötzlich selbst minderwertig fühlt. Ich musste lachen, denn manchmal geht es mir im Umgang mit KI ganz genauso. Auch die menschlichen Verkäufer handeln beinahe so schematisch wie die künstlichen Figuren. Wer ist hier eigentlich menschlicher?
Besonders faszinierend finde ich das Berufsbild des menschlichen Avatars. Der Protagonist leiht sterbenden Menschen seinen Körper. Sie sehen mit seinen Augen, hören mit seinen Ohren und gehen mit seinen Füßen. Was für eine Vorstellung! Eine körperlich und psychisch anspruchsvolle Arbeit, kaum besser als mit dem Mindestlohn bezahlt und wenig angesehen. Ihm ist die Dankbarkeit seiner Klienten jedoch Lohn genug. Schmunzeln musste ich, als einer ihn als „menschliche Drohne“ bezeichnet.
Die Konstruktion der Geschichte ist wirklich raffiniert und voller Gegensätze. Seine Mutter engagiert ihn zu Lebzeiten selbst als Avatar, um seine Arbeit kennenzulernen. Er hofft endlich auf ihre Anerkennung. Nach ihrem Tod möchte er sie mithilfe künstlicher Intelligenz als virtuelle Figur wiedererschaffen lassen. Ob er diesen Schritt tatsächlich geht, bleibt in der Leseprobe offen. Erst leiht er ihr seine Augen, dann möchte er ihr noch einmal begegnen.
Wunderschön fand ich die Gedanken über die Liebe, die sich ständig verändert. Vielleicht sogar über den Tod hinaus. Auch das Bild vom Ende des Regenbogens, den er seiner Mutter zeigen möchte, obwohl sie ihn längst gesehen hat, bleibt mir im Gedächtnis.
Und dann endet die Leseprobe mit der Andeutung seiner Mutter, dass es für sie langsam Zeit sei. Zeit, Abschied zu nehmen? Ausgerechnet hier ist Schluss.
Ich habe beim Lesen immer wieder innegehalten. So viel Philosophie, Psychologie, feiner Humor und Gesellschaftskritik auf so wenigen Seiten. Eine Geschichte, die mich nachdenklich macht und gleichzeitig unglaublich neugierig auf die Fortsetzung.