"Virtuell" bedeutet nicht "nicht echt"
Eine phantastische Idee: Aus der Dialektik der Einzigartigkeit und dem Wunsch, diese Einzigartigkeit noch einmal, ein letztes Mal, zu wiederholen; der Einmaligkeit des eigenen Erlebens und dem Gedanken, dass Liebe diesen Unterschied zu überwinden vermag; der rationalen Einsicht in die Einmaligkeit des Lebens und dem irrationalen und doch so verständlichen Wunsch, geliebtes "virtuell" (was nicht identisch ist mit "nicht echt") Leben festhalten und konservieren zu wollen; daraus einen Roman zu machen ist an sich schon eine so gute Idee, dass das Lesen absolut lohnenswert erscheint. Noch dazu gibt die Sprache dieses Romans genau diese Spannung einfühlsam und zugleich direkt wieder - was kann man sich denn mehr wünschen?!