Absolut überzeugt!
Als ich das Buch ausgewählt habe, war mir zunächst nicht bewusst, dass ein Großteil der Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht. Umso faszinierender war es für mich zu sehen, wie die Autorin drei Erzählstränge zu einer stimmigen Geschichte miteinander verwebt. Welche intensive Recherche dahintersteckt, wurde mir allerdings erst im Verlauf der Geschichte richtig klar.
Zu Beginn fiel es mir ehrlicherweise schwer, in das Buch hineinzufinden, da ich gedanklich nicht ganz bei der Sache war. Die Geschichte verlangte aufgrund der Komplexität der Thematik viel Konzentration. Mit einem „vollen Kopf“, wie Mehpare es so treffend formuliert, fehlte mir jedoch zunächst die nötige Aufnahmefähigkeit. Interessant war das Thema jedoch von Anfang an.
Dennoch gelingt es der Autorin von Beginn an, durch ihren klaren und passenden Schreibstil Struktur in die Geschichte zu bringen. Die wechselnden Perspektiven - überwiegend aus der Er-/Sie-Perspektive erzählt, mit Imke als Ausnahme in der Ich-Perspektive - sowie die präzisen Orts- und Zeitangaben zu Beginn der Kapitel helfen dabei, den Überblick zu behalten.
Auch aus historischer Sicht ist das Buch äußerst eindrucksvoll. Die Schilderungen des NS-Regimes in Deutschland, der Judenverfolgung und der damit verbundenen Übersiedelumg in die Türkei werden ebenso beleuchtet wie gesellschaftliche Entwicklungen innerhalb der Türkei selbst. Besonders das Leben in Istanbul wird anschaulich dargestellt, sodass ein lebendiges Bild der Stadt und ihrer damaligen umd heutigen Umstände entsteht.
Die Figuren, eingebettet in einen deutsch-türkischen Kontext, waren für mich von Anfang an spannend und gewannen im Verlauf der Geschichte immer mehr an Tiefe. Über mehrere Generationen hinweg entfaltet sich ein vielschichtiges Bild, das schließlich in der Gegenwart durch die Figur Imke ergänzt wird. Diese ist im Gegensatz zu den Heilbronns oder Mehpare als fiktiver Charakter auf, eröffnet eine zusätzliche Perspektive und verleiht der Erzählung eine persönliche, reflektierende Ebene. Dass ihre eigene Geschichte am Ende offen bleibt, empfand ich dabei nicht als störend, sondern eher als zum Verlauf passend.
Man merkt schon, dass es Unmengen an Worte braucht, um dieses Buch in richtiger Weise rezensieren zu können. Deshalb nur noch ein paar wenige Punkte zum Schluss: Der Botanische Garten fungiert gewissermaßen als Dreh- und Angelpunkt der Handlung, wobei die Geschichten der Menschen für mich noch stärker im Mittelpunkt stehen.
Abgesehen von den wechselnden Perspektiven über die Jahrzehnte hinweg, überzeugt auch der Aufbau des Buches. Dieses ist in neun übergeordnete Kapitel gegliedert, die die Entwicklungsphasen einer Pflanze vom Samen bis zur Ernte widerspiegeln und symbolisch mit den Lebenswegen der Figuren verknüpft sind.
Dieses Buch birgt keine leichte Geschichte für zwischendurch. Dafür regt es zum Nachdenken an, weckt neues Interesse und vermittelt wichtige Botschaften, die in der heutigen Zeit schnell in den Hintergrund geraten können.
Zu Beginn fiel es mir ehrlicherweise schwer, in das Buch hineinzufinden, da ich gedanklich nicht ganz bei der Sache war. Die Geschichte verlangte aufgrund der Komplexität der Thematik viel Konzentration. Mit einem „vollen Kopf“, wie Mehpare es so treffend formuliert, fehlte mir jedoch zunächst die nötige Aufnahmefähigkeit. Interessant war das Thema jedoch von Anfang an.
Dennoch gelingt es der Autorin von Beginn an, durch ihren klaren und passenden Schreibstil Struktur in die Geschichte zu bringen. Die wechselnden Perspektiven - überwiegend aus der Er-/Sie-Perspektive erzählt, mit Imke als Ausnahme in der Ich-Perspektive - sowie die präzisen Orts- und Zeitangaben zu Beginn der Kapitel helfen dabei, den Überblick zu behalten.
Auch aus historischer Sicht ist das Buch äußerst eindrucksvoll. Die Schilderungen des NS-Regimes in Deutschland, der Judenverfolgung und der damit verbundenen Übersiedelumg in die Türkei werden ebenso beleuchtet wie gesellschaftliche Entwicklungen innerhalb der Türkei selbst. Besonders das Leben in Istanbul wird anschaulich dargestellt, sodass ein lebendiges Bild der Stadt und ihrer damaligen umd heutigen Umstände entsteht.
Die Figuren, eingebettet in einen deutsch-türkischen Kontext, waren für mich von Anfang an spannend und gewannen im Verlauf der Geschichte immer mehr an Tiefe. Über mehrere Generationen hinweg entfaltet sich ein vielschichtiges Bild, das schließlich in der Gegenwart durch die Figur Imke ergänzt wird. Diese ist im Gegensatz zu den Heilbronns oder Mehpare als fiktiver Charakter auf, eröffnet eine zusätzliche Perspektive und verleiht der Erzählung eine persönliche, reflektierende Ebene. Dass ihre eigene Geschichte am Ende offen bleibt, empfand ich dabei nicht als störend, sondern eher als zum Verlauf passend.
Man merkt schon, dass es Unmengen an Worte braucht, um dieses Buch in richtiger Weise rezensieren zu können. Deshalb nur noch ein paar wenige Punkte zum Schluss: Der Botanische Garten fungiert gewissermaßen als Dreh- und Angelpunkt der Handlung, wobei die Geschichten der Menschen für mich noch stärker im Mittelpunkt stehen.
Abgesehen von den wechselnden Perspektiven über die Jahrzehnte hinweg, überzeugt auch der Aufbau des Buches. Dieses ist in neun übergeordnete Kapitel gegliedert, die die Entwicklungsphasen einer Pflanze vom Samen bis zur Ernte widerspiegeln und symbolisch mit den Lebenswegen der Figuren verknüpft sind.
Dieses Buch birgt keine leichte Geschichte für zwischendurch. Dafür regt es zum Nachdenken an, weckt neues Interesse und vermittelt wichtige Botschaften, die in der heutigen Zeit schnell in den Hintergrund geraten können.