Auf den Spuren deutsch-türkischer Geschichte
Sandra Lüpkes ist es auch in ihrem neuesten Roman wieder gelungen, Fakten aus der Geschichte so aufzubereiten, dass sie einen gelungenen und unterhaltsamen Roman ergeben. Die historischen Tatsachen rund um den Professor Alfred Heilbronn und seine Gattin Magda hat sie mit viel Recherche und ein wenig künstlerischer Freiheit zu einer spannenden Geschichte aufgearbeitet.
Im Mittelpunkt steht aber neben verschiedenen historisch belegten Figuren vor allem ein Ort: der botanische Garten von Instanbul. Seine wechselvolle Geschichte ist eng verknüpft mit dem Schicksal von Alfred und Magda sowie Alfreds Assistentin Mehpare. Wie ihre Leben miteinander verwoben sind, ist ein spannender Teil dieses Romans.
Doch wie kam die Familie Heilbronn eigentlich nach Istanbul? Wie so oft liegt die Wurzel dessen im aufkommenden Nationalsozialismus. Obwohl Alfred nicht sehr religiös handelt, ist seine Abstammung auf dem Papier jüdisch. Und so werden die Zeiten in den 1930er Jahren in Deutschland rauher für ihn. Er selbst sieht die Probleme noch nicht einmal kommen, doch seine Frau Magda ist da sensibler und drängt ihn, ein Angebot aus Istanbul anzunehmen, dort einen botanischen Garten anzulegen und zu pflegen. So übersiedelt die gesamte Familie an den Bosporus und findet in der sogenannten „Kolonie B“, die vorrangig aus emigrierten Deutschen besteht, eine neue Heimat.
Und so erzählt der Roman vom Zurücklassen, vom Gehenlassen, aber auch von neuen Anfängen und der Integration in eine andere Kultur – so wie wir Deutschen es später von türkischen Gastarbeitern kennen, mussten auch Magda, Alfred und ihre Familie Fuß fassen und Sprachbarrieren überwinden.
Neben dem historischen Erzählstrang wird in der Gegenwart auch die Geschichte von Imke erzählt. Sie soll bei der Erstellung eines Gutachtens zur Zukunft des Botanischen Gartens aus stadtplanerischer Sicht assistieren. Wir begleiten die junge Erwachsene auf ihrem beruflichen und privaten Weg, während sie einige Wochen in Istanbul verbringt. Und wie man sich denken kann, verlässt sie die Stadt mit Erfahrungen, Erlebnissen und näher bei sich selbst.
Ich habe den Roman sehr gern gelesen und war wie schon bei Sandra Lüpkes bisherigen Romanen begeistert davon, wie sie es schafft historischen Figuren (die allerdings wenig bekannt sind) Leben einzuhauchen. Der historische Teil des Romans hat mir persönlich etwas mehr gefallen als der Erzählstrang in der Gegenwart und ich hätte auch nichts dagegen gehabt, wenn es sich in Gänze um einen historischen Roman gehandelt hätte. Wer gut aufgearbeitete historische Stoffe zu schätzen weiß, wird mit diesem Buch definitiv auf seine Kosten kommen!
Im Mittelpunkt steht aber neben verschiedenen historisch belegten Figuren vor allem ein Ort: der botanische Garten von Instanbul. Seine wechselvolle Geschichte ist eng verknüpft mit dem Schicksal von Alfred und Magda sowie Alfreds Assistentin Mehpare. Wie ihre Leben miteinander verwoben sind, ist ein spannender Teil dieses Romans.
Doch wie kam die Familie Heilbronn eigentlich nach Istanbul? Wie so oft liegt die Wurzel dessen im aufkommenden Nationalsozialismus. Obwohl Alfred nicht sehr religiös handelt, ist seine Abstammung auf dem Papier jüdisch. Und so werden die Zeiten in den 1930er Jahren in Deutschland rauher für ihn. Er selbst sieht die Probleme noch nicht einmal kommen, doch seine Frau Magda ist da sensibler und drängt ihn, ein Angebot aus Istanbul anzunehmen, dort einen botanischen Garten anzulegen und zu pflegen. So übersiedelt die gesamte Familie an den Bosporus und findet in der sogenannten „Kolonie B“, die vorrangig aus emigrierten Deutschen besteht, eine neue Heimat.
Und so erzählt der Roman vom Zurücklassen, vom Gehenlassen, aber auch von neuen Anfängen und der Integration in eine andere Kultur – so wie wir Deutschen es später von türkischen Gastarbeitern kennen, mussten auch Magda, Alfred und ihre Familie Fuß fassen und Sprachbarrieren überwinden.
Neben dem historischen Erzählstrang wird in der Gegenwart auch die Geschichte von Imke erzählt. Sie soll bei der Erstellung eines Gutachtens zur Zukunft des Botanischen Gartens aus stadtplanerischer Sicht assistieren. Wir begleiten die junge Erwachsene auf ihrem beruflichen und privaten Weg, während sie einige Wochen in Istanbul verbringt. Und wie man sich denken kann, verlässt sie die Stadt mit Erfahrungen, Erlebnissen und näher bei sich selbst.
Ich habe den Roman sehr gern gelesen und war wie schon bei Sandra Lüpkes bisherigen Romanen begeistert davon, wie sie es schafft historischen Figuren (die allerdings wenig bekannt sind) Leben einzuhauchen. Der historische Teil des Romans hat mir persönlich etwas mehr gefallen als der Erzählstrang in der Gegenwart und ich hätte auch nichts dagegen gehabt, wenn es sich in Gänze um einen historischen Roman gehandelt hätte. Wer gut aufgearbeitete historische Stoffe zu schätzen weiß, wird mit diesem Buch definitiv auf seine Kosten kommen!