Deutsche Auswanderer*innen in der Türkei
Die Prämisse, endlich einen Roman über deutsche Akademiker zu lesen, die von Atatürk gezielt angeworben wurden, fand ich sehr spannend. Dazu gibt es wenig, und oft scheint es, als ob zuerst türkische Gastarbeiter*innen nach Deutschland kamen.
Der Roman konnte meine Erwartungen dann nicht ganz erfüllen. Einerseits ist er sehr ruhig, fast ohne jeglichen Spannungsbogen geschrieben. Dass die Heilbronns wegen Hitler auswandern müssen, geht fast unter neben all den Pflanzenberichten, der botanischen Forschung, usw. Ein großer Zeitsprung erlaubt es auch nicht, mehr über Mehpares Weg und Hintergründe zu erfahren. Tatsächlich sind mir diese realen Charaktere sehr fremd geblieben - vor allem konnten sie mich nicht in ihren Bann ziehen.
Die zweite Zeitebene in der Gegenwart wird v.a. aufgebaut, um das Vermächtnis von Prof. Heilbronn und Mehpare zu zeigen. Die Idee ist schön, und dem Anhang der Autorin nach, auch gerechtfertigt, weil der Hintergrund sehr viel Wahres enthält. Etwas mehr Verflechtungen hätte ich mir aber gewünscht. In diesem Erzählstrang ist mit Kai auch der Charakter, der mich emotional am ehesten berührt hat - wenn auch negativ. Hier, sowohl rund um ihn als auch die Aufgabe von ihm und Imke, war der Erzählton ab und an sehr zynisch und etwas polemisch. Es ist zu wenig, um es als Stil zu bezeichnen aber zu häufig, um darüber hinwegzulesen und hat mich deswegen gestört.
Der Roman konnte meine Erwartungen dann nicht ganz erfüllen. Einerseits ist er sehr ruhig, fast ohne jeglichen Spannungsbogen geschrieben. Dass die Heilbronns wegen Hitler auswandern müssen, geht fast unter neben all den Pflanzenberichten, der botanischen Forschung, usw. Ein großer Zeitsprung erlaubt es auch nicht, mehr über Mehpares Weg und Hintergründe zu erfahren. Tatsächlich sind mir diese realen Charaktere sehr fremd geblieben - vor allem konnten sie mich nicht in ihren Bann ziehen.
Die zweite Zeitebene in der Gegenwart wird v.a. aufgebaut, um das Vermächtnis von Prof. Heilbronn und Mehpare zu zeigen. Die Idee ist schön, und dem Anhang der Autorin nach, auch gerechtfertigt, weil der Hintergrund sehr viel Wahres enthält. Etwas mehr Verflechtungen hätte ich mir aber gewünscht. In diesem Erzählstrang ist mit Kai auch der Charakter, der mich emotional am ehesten berührt hat - wenn auch negativ. Hier, sowohl rund um ihn als auch die Aufgabe von ihm und Imke, war der Erzählton ab und an sehr zynisch und etwas polemisch. Es ist zu wenig, um es als Stil zu bezeichnen aber zu häufig, um darüber hinwegzulesen und hat mich deswegen gestört.