Exil in Istanbul

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Der deutsche Botaniker und Professor Alfred Heilbronn muss seine Professorentätigkeit aufgrund seiner jüdischen Anstammung zur Nazizeit in Münster aufgeben. Zu seinem und dem Glück weiterer deutscher Professoren möchte Atatürk die türkische Universitätsausbildung mit ihrer Hilfe auf internationales Niveau anheben und ermöglicht ihnen so einen Zufluchtsort in Istanbul. Sandra Lüpkes hat diese spannende historische Begebenheit in „Ein Ort, der bleibt“ aufgegriffen und um eine weitere Handlungsebene im Heute ergänzt. In dieser folgen wir Stadtplanerin in spe Imke, die den von Alfred angelegten botanischen Garten begutachten soll.
Mir haben neben der spannenden historischen Perspektive besonders die atmosphärischen Beschreibungen Istanbuls gefallen. Überrascht hat mich auch die vergleichsweise fortschrittliche Haltung forschenden Frauen gegenüber. Mit Imkes Geschichte bin ich leider nicht so ganz warm geworden, aber da die Geschichte aus vielen Perspektiven erzählt wird, kann ich das Buch trotzdem allen denen empfehlen, die per Buch in die Türkei reisen möchten.