Türkei zwischen Öffnung und Rückkehr zu religiöser Dominanz

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Schon in Sandra Lüpkes Roman "Das Licht im Rücken" hat mich die Verküpfung von historischen Personen und Fakten mit einem erfundenen Rahmen sehr angesprochen. Auch ihr neues Buch hat die Wurzeln in realen Persönlichkeiten und Geschehnissen. Zu Beginn der Repressalien gegen Juden in der dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts möchte Atatürk die Bildung in der Türkei fördern und wirbt deutsche jüdischen Professoren für seine zu gründende Universität an. Alfred Heilmann ist einer von ihnen und legt mit seiner Frau einen botanischen Garten auf einem ehemals dem Islam gehörenden Gelände an. Hierher wird der Bogen aus der Gegenwart geschlagen, da eine deutsche Firma die Notwendigkeit der Erhaltung prüfen soll und deshalb Imke Voigt tief in die Geschichte eintaucht. Ein herausragender Erzählstil und interessante Hauptfiguren machen dieses Buch zur Empfehlung für alle, die gerne Bücher mit geschichtlichen Hintergrund lesen.