Düstere Geheimnisse aus Ratingen

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fibelleser Avatar

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Cover und Klappentext zu Sabine Riedels Roman „Ein Pakt aus Asche und Blut“ haben meine Neugier geweckt. Ich wurde nicht enttäuscht. Schon nach den ersten Seiten der sehr bildhaften Beschreibung des Brandes in einem Wald nahe Ratingen war ich gefesselt. Der sonst so gewissenhafte und verlässliche Feuerwehrmann Mark scheint bei diesem Einsatz sehr unkonzentriert zu sein, vermutet sein wesentlich älterer Kollege Saalbach. Als Saalbach ihn auch noch als dummen Bengel bezeichnet, versteht Mark die Welt nicht mehr. Aber was sieht Mark, was alle anderen nicht sehen?
Geschickt verwebt die Autorin die Gegenwart und die Vergangenheit Ratingens. So taucht der Leser nach dem verheerenden Brand der Gegenwart in die Geschichte Ratingens um 1460, natürlich im Ratinger Forst. Ein brennendes Thema des Mittelalters, Hexenprozesse, steht im Mittelpunkt. Anna, Helene und Friedrich sind die Protagonisten der Vergangenheit, Mark, Cat und Melanie der Gegenwart.
In dem Teil um 1460 wird Anna der Hexerei bezichtigt. Helene, ihre Schwester, schließt einen dunklen Pakt, um Anna zu retten.
In diesen beiden Zeitsprüngen erzählt Riedel abwechselnd ihre Geschichte. Dabei vermischen sich gegenwärtiges und vergangenes. Auch bei den Figuren hat man diesen Eindruck.
Riedel schreibt in einem unglaublich spannenden Stil. Sie beschreibt so bildhaft, dass ich die Figuren und Orten förmlich vor mir sehe.
Ich kann das Buch allen Fans historischer Romane und Thriller empfehlen, aber auch allen, die gern mystisches und zeitenwanderndes lesen.