Düstere Spannung zwischen Vergangenheit und Gegenwart

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jukafo Avatar

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Ein Pakt aus Asche und Blut erzählt eine düstere Geschichte, die gekonnt zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechselt. Besonders gefallen hat mir, wie sich die einzelnen Figuren und ihre Schicksale nach und nach miteinander verknüpfen – dieser langsame Aufbau hat mich gut in die Atmosphäre des Romans hineingezogen.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, die Spannung bleibt über weite Strecken erhalten. Die Erzählung auf zwei Zeitebenen sorgt für Abwechslung, wobei mir der Handlungsstrang in der Vergangenheit etwas besser gefallen hat. Die Charaktere wirken überwiegend authentisch, ihre Entwicklungen sind nachvollziehbar, und auch die Auflösung, wer letztlich "der Böse" ist, fand ich überzeugend umgesetzt.

Ab etwa der Hälfte wurde die Handlung für meinen Geschmack allerdings etwas vorhersehbar, dadurch fehlte mir ein klarer Höhepunkt. Nicht ganz schlüssig war für mich außerdem, woher Friedrich plötzlich sein umfangreiches Wissen über Zauberei / Alchemie bezieht. Außerdem hätte ich gerne noch etwas darüber gelesen, wie es mit Helene weiter ging - hat sie herausgefunden von wem ihr Kind ist?

Trotz dieser Kritikpunkte hat mich Ein Pakt aus Asche und Blut gut unterhalten. Die düstere Stimmung, der leichte Gruselfaktor und die Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart bleiben im Gedächtnis und machen das Buch lesenswert.