Genre-Mix mit Licht und Schatten
Sabine Riedels Roman "Ein Pakt aus Asche und Blut" bietet einen kurzweiligen Mix aus Historie, Fantasy und Thriller, hinterlässt bei mir jedoch einen gemischten Eindruck.
Zunächst zum Schreibstil:
Dieser ist angenehm flüssig, auch wenn manche Formulierungen etwas zu blumig und ungelenkt geraten sind.
Zum Inhalt:
Die Erzählung setzt auf ein dynamisches Wechselspiel zwischen den Zeitebenen: Während man im Jahr 1460 tief in die Welt von Helen und Anna eintaucht, werden Cat, Melanie und Mike in der Gegenwart von den Schatten der Vergangenheit eingeholt.
Dieser Kontrast sorgt anfangs für eine hohe Spannungskurve, wobei der historische Handlungsstrang erzählerisch und atmosphärisch deutlich mehr Gewicht besitzt als der in der Gegenwart. Doch wo der Roman mit packender Mystik und Zauberbeschwörungen stark beginnt, verliert er zusehends an erzählerischer Schlagkraft. Besonders die Gegenwartsebene wirkt im weiteren Verlauf zu konstruiert und lässt die nötige inhaltliche Tiefe vermissen.
Das überhastete Finale verstärkt diesen Eindruck leider, da viele Fragen ungeklärt bleiben und die Charaktere – allen voran Melanie – für mich bis zuletzt blass und unnahbar blieben.
Es ist von allem etwas dabei, doch Thrill, Fantasy und Historie verbinden sich für mich jedoch nicht wirklich zu einem überzeugenden Ganzen.
Ein ambitionierter Genremix ist "Ein Pakt aus Asche und Blut", der stark startet, dem aber zum Finale leider die Luft ausgeht.