Ein Buch der Extraklasse!
Die Leseprobe zu "Ein Samstag im August" fand ich außergwöhnlich gut geschrieben. Die Autorin Birgit Bachmann versteht es exzellent zu beobachten, zu beschreiben, dabei bleibt sie unaufgeregt, und dennoch sind ihre Zeilen von einer solch emotionalen Intensität, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Bachmann deutet unterschwellig an, indem sie beschreibt. Da sind das Ehepaar Elvira und Jobst, die an einer Autobahnraststätte halt machen. Man fühlt mit jeder Zeile, dass Elvira einfach von allem in ihrem Leben rund um ihren Ehemann Jobst genervt ist. Wie meisterhaft Birgit Bachmann diesen Zustand beschreibt! Magisch angezogen fühlt Elvira sich von einem jungen, verliebten Pärchen, das in unmittelbarer Nähe händchenhaltend neben ihnen sitzt. Elvira beobachtet (neidisch?) jede noch so klitzekleine Bewegung und den Austausch der jungen Leute. Man spürt so richtig ihre innere Verbitterung über ihr Leben und die verloren gegangene Liebe. Sehr gerne würde ich dieses Buch zuende lesen, mit jeder Faser verspürt man, dass da noch sehr viel kommt...Das Cover kann ich noch nicht einordnen, es ist außergewöhnlich und seine Interpretation beschäftigt mich noch.