Mehr als nur ein Familiendrama

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apfelmaus Avatar

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Schon nach den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, dass hier viel mehr unter der Oberfläche brodelt, als man zunächst ahnt. Ich mag Geschichten, in denen das Alltägliche plötzlich ins Wanken gerät und kleine Begegnungen oder alte Geheimnisse große Folgen haben können.

Besonders Elvira hat mich neugierig gemacht. Ihre Beobachtungen und Gedanken haben auf mich gleichzeitig vertraut und melancholisch gewirkt. Man spürt, dass sie etwas mit sich herumträgt, auch wenn man noch gar nicht genau greifen kann, was es ist. Genau das hat mich weiterlesen lassen. Aber auch Sigrid fand ich als Figur unglaublich spannend. Ihre Gedanken über das Älterwerden, Erinnerungen und Familie haben mich an einigen Stellen richtig innehalten lassen.

Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Er ist ruhig, aber nie langweilig. Ich hatte beim Lesen immer wieder das Gefühl, mitten in den Szenen zu stehen. Besonders die kleinen Beobachtungen machen die Figuren für mich lebendig.

Am meisten interessiert mich, wie all die verschiedenen Geschichten zusammenfinden werden. Ich glaube, dass dieser Roman weniger von spektakulären Ereignissen lebt als von den unergründlichen Wendungen des Lebens und den Beziehungen zwischen den Menschen. Genau solche Familiengeschichten, die leise beginnen und einen dann immer tiefer hineinziehen, lese ich besonders gerne. Deshalb würde ich mich sehr freuen, dieses Buch weiterlesen zu dürfen.