Familiengeschichte mit Tiefgang
Ein sehr schön zu lesendes Debut hat Birgit Bachmann mit „Ein Samstag im August“ vorgelegt. Sprachlich sehr fein und mit einer gelungenen Abwechslung aus Tiefgründigkeit und Handlungsbeschleunigung.
Der Klappentext führt meines Erachtens ein bisschen in die Irre. Steht dort doch, dass die Frauen der Familie Wortmann ihr Leben neu vermessen. Ich würde das Buch gar nicht in das Frauengenre einordnen. Für mich ist es vielmehr ein Roman über eine Familie, die ins Nachdenken und auch kurz ins Wanken gerät. Doch jedes Familienmitglied – und das ist das Schöne an dem Buch – findet zu seinen Stärken und lernt, mit den Schwächen umzugehen. Das ist bisweilen sehr schmerzhaft, etwa wenn eine Tochter erkennt, dass sie nichts über ihre Wurzeln weiß. Oder wenn der Staatsanwalt sich plötzlich seiner Kindheit stellt und tiefe Wunden aufbrechen.
In jedem Kapitel lässt Birgit Bachmann eine andere Figur sprechen. Dadurch bleibt die Geschichte fokussiert. Die Wechsel sind aber auch nicht zu sprunghaft, so dass man durchaus tief in einzelne Schicksale eintaucht.
Ich fand den zusätzlichen Rahmen um die Geschichte nicht notwendig. Hier ist ein fremdes Paar mit eigenen Problemen faktisch als Stichwortgeber für die Wortmanns eingesetzt. Mitten in der Geschichte habe ich mich mehrmals gefragt, wann diese Menschen wohl wieder auftauchen – da hat mir ein Stück Verbindung zur Geschichte gefehlt und ich hätte ich mir entweder mehr Konsequenz gewünscht oder eine andere Idee in die Geschichte einzusteigen.
Das Buch ist hübsch gestaltet und lädt zum Lesen ein.
Der Klappentext führt meines Erachtens ein bisschen in die Irre. Steht dort doch, dass die Frauen der Familie Wortmann ihr Leben neu vermessen. Ich würde das Buch gar nicht in das Frauengenre einordnen. Für mich ist es vielmehr ein Roman über eine Familie, die ins Nachdenken und auch kurz ins Wanken gerät. Doch jedes Familienmitglied – und das ist das Schöne an dem Buch – findet zu seinen Stärken und lernt, mit den Schwächen umzugehen. Das ist bisweilen sehr schmerzhaft, etwa wenn eine Tochter erkennt, dass sie nichts über ihre Wurzeln weiß. Oder wenn der Staatsanwalt sich plötzlich seiner Kindheit stellt und tiefe Wunden aufbrechen.
In jedem Kapitel lässt Birgit Bachmann eine andere Figur sprechen. Dadurch bleibt die Geschichte fokussiert. Die Wechsel sind aber auch nicht zu sprunghaft, so dass man durchaus tief in einzelne Schicksale eintaucht.
Ich fand den zusätzlichen Rahmen um die Geschichte nicht notwendig. Hier ist ein fremdes Paar mit eigenen Problemen faktisch als Stichwortgeber für die Wortmanns eingesetzt. Mitten in der Geschichte habe ich mich mehrmals gefragt, wann diese Menschen wohl wieder auftauchen – da hat mir ein Stück Verbindung zur Geschichte gefehlt und ich hätte ich mir entweder mehr Konsequenz gewünscht oder eine andere Idee in die Geschichte einzusteigen.
Das Buch ist hübsch gestaltet und lädt zum Lesen ein.